Oz – Ein musikalisches Märchen für Zupforchester

Oz – Ein musikalisches Märchen für Zupforchester

(Bearbeitung für Zupforchester: Annika Hinsche/Lars Wüller)

1. Overture 00:40

2. Dorothy 06:16

3. The Scarecrow (Die Vogelscheuche) 11:21

4. The Tin Woodman (Der Eiserne Holzfäller) 17:07

5. The Cowardly Lion (Der Feige Löwe) 23:25

6. Emerald City (Die Smaragdenstadt) 29:12

7. The Wizard of Oz (Der Zauberer von Oz) 33:40

8. Finale 40:01

JuniorZupfOrchester NRW
Leitung: Annika Hinsche

Sprecher: Johannes Steck
Tänzer: airdit – the machine
Dorothy: Lena Kölmel

Musik und Text: Lars Wüller (*1975)

 

Die märchenhafte Erzählung „The wonderful wizard of Oz“ des amerikanischen Schriftstellers Frank Baum aus dem Jahre 1900 liefert seit über 100 Jahren den Stoff, aus dem Träume gemacht sind. Ein kleines Mädchen wird durch eine Naturgewalt in ein fernes, märchenhaftes Land mit skurrilen und anrührenden Bewohnern versetzt. Auf der Suche nach einem Weg nach Hause entdeckt sie wahre Freundschaft, besteht gefährliche Abenteuer und findet Eigenschaften in sich und anderen, von deren Existenz sie zuvor nichts ahnte. So zieht das vieldeutige Sujet seit seiner Entstehung Leser wie Künstler gleichermaßen an.

Der Film „Der Zauberer von Oz“ aus dem Jahre 1939 mit Judy Garland als kleine Dorothy ist einer der ersten großen Farbfilme der Filmgeschichte und Teil des Weltdokumentenerbes der UNESCO. Das von Garland im Film gesungene Lied „Somewhere over the rainbow“ von Harold Arlen ist seit knapp 80 Jahren ein äußerst beliebter Song, ob in seiner Originalgestalt oder auch in (Cover-) Versionen von bspw. Glenn Miller, Loius Armstrong, Eric Clapton, DJ Marusha oder Israel Kamakawiwo’ole. 2013 drehte Disney mit „Die fantastische Welt von Oz“ die Vorgeschichte des Zauberers von Oz in 3D und zahllose Musicals, Comics, Hörspiele und andere versteckte und offenbare Hommagen umranken das kleine Buch Baums wie Efeu ein altes Hexenhaus.

Auch der Komponist Lars Wüller widmete diesem wundersamen Büchlein eine umfangreiche Komposition. Das Werk „In the Land of Oz“ entstand in seiner Ursprungsversion 1999 für Gitarrenorchester und wurde im selben Jahr mit den 1. Preis der „Pendon Guitar Society“ in London ausgezeichnet. Wüller erweiterte das auch in den folgenden Jahren mehrfach preisgekrönte Werk um weitere Sätze, Zwischenspiele, Sprechertexte und Regieanweisungen. Jeder Satz stellt eine Figur oder einen Handlungsort der Geschichte Baums musikalisch dar. Dorothys unschuldiger und fröhlicher Charakter, die Dummheit und Tollpatschigkeit der Vogelscheuche, das metallische und doch liebevolle Wesen des eisernen Holzfällers, die Ängstlichkeit und der versteckte Mut des feigen Löwen, die fantastische Architektur der grünen Smaragdenstadt und der zuerst Furcht erweckende, dann jedoch enttäuschende Zauberer von Oz: alle Szenen und Figuren erfahren durch Wüllers bildhafte, originelle und vielfältige Schreibweise eine einzigartige Darstellung in Musik. Wer genau hinschaut und zuhört, wird neben der programmatisch-spielfilmhaften Musik auch ungewöhnliche Materialien wie Dosen, Streichhölzer, Bottlenecks, Papier oder Bleistifte im Einsatz hören, die von Wüllers fantasievollem Umgang mit der Materie zeugen. Heute gehört das Werk zu den bekanntesten Werken für Gitarrenorchester der letzten 20 Jahre und wird sicherlich auch einen vergleichbaren Weg im Bereich der Zupforchester gehen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten arrangierte Annika Hinsche, seit 2008 Dirigentin des JuniorZupfOrchesters NRW (JuZO NRW), zunächst die ursprüngliche konzertante „kleine“ Fassung und dann auch die erweiterte „große“ Fassung des Werkes (mit 2 neuen Sätzen, Zwischenspielen und Libretto) für Zupforchester.

Das hier mitgeschnittene Konzert fand im Rahmen des Landesmusikfests des BDZ NRW am 1. Oktober 2016 im Rheinforum in Wesseling bei Köln statt.

Für diese Aufgabe hat das JuZO NRW – ein Auswahlorchester für junge Mandolinen- und GitarrenspielerInnen im Alter von 10 bis 16 Jahren sowie 1. Preisträger des „5. Wettbewerbs für Auswahlorchester“ in Siegen 2014 – künstlerische Verstärkung auf höchstem Niveau gewinnen können. Der Sprecher, Schauspieler und mehrfache Gewinner der „Goldenen Schallplatte“ sowie Träger des „Bayrischen Theaterpreises“ Johannes Steck ist eine der bekanntestes Stimmen Deutschlands und hat zahllosen Charakteren der Literatur – von Fantasy über Bellestristik bis zu den großen Klassikern – seine charakteristische, nuancenreiche und wandelbare Stimme gegeben.

Der Tänzer, B-Boy und Choreograph „airdit“ ist einem internationalen Fachpublikum schon seit über einem Jahrzehnt als Preisträger von weltweit über 25 Tanzwettbewerben bekannt. Durch Auftritte im „Deutschen Bundestag“ und in der TV-Show „Got to dance“ ist er auch einem breiteren deutschen Publikum bekannt geworden. Die Künstlerin Susanne Müller-Kölmel, deren abwechslungsreiche und ausdrucksstarke Gemälde im „Museum Kunstpalast“ Düsseldorf oder im belgischen „Maison art Pütz“ ausgestellt werden, gestaltete das Bühnenbild sowie die Kostüme mit bewundernswertem Engagement, Einfallsreichtum und Können. Eine kreative und rege helfende Hand war dabei Juliane Ebert-Schulz, Mitglied des Dozententeams des JuZO NRW.

Da das JuniorZupfOrchester NRW jährlich für nur eine einwöchige Probenphase zusammen kommt, haben die jungen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten im Rahmen dieses Projektes erneut eine künstlerisch hochkarätige Leistung erbracht und ihren musikalischen Erfahrungsschatz dadurch, dass sie die Entstehung eines künstlerischen Gemeinschaftsprojekt unter professionellen Bedingungen erleben und mit gestalten konnten, erweitert. Großen Wert wurde in der Zusammenarbeit (Auszüge aus dieser sind im Video „OZ, Wesseling 2016 – Behind the scenes“ zu sehen) auch auf die gegenseitige Inspiration der Künste gelegt, so dass auch improvisatorische Elemente – wie bspw. die Szene mit Bass und Tänzer von Minute 36:33 bis 38:40 – Eingang in die Aufführung des Werkes von Wüller fanden.

Oz, Wesseling 2016 – Behind the scenes

Ein Blick hinter die Kulissen von der Aufführung von „Oz – ein musikalische Märchen“ in Wesseling im Oktober 2016.  Viel Aufwand wurde betrieben, bis alles stimmig war: Choreographie, Bühnenbild, Ton- und Lichttechnik, Abstimmungen mit dem Sprecher Johannes Steck und natürlich die musikalische Probearbeit.

Mehr Informationen über das JuniorZupfOrchester NRW unter http://www.juzo-nrw.de

Das Werk „Oz – ein musikalisches Märchen für Zupforchester“ ist in der „Edition Mare Duo“ beim „Trekel-Verlag“ in Hamburg erschienen.


Vielen Dank an  Annika Hinsche für diesen Gastbeitrag!

Website Annika Hinsche

 

Sgt. Pepper’s Lonly Hearts Club Band – Art of Time Ensemble, Harbourfront Centre Theatre, Toronto

Vor einigen Jahren habe ich auf der Website des CBC Aufnahmen des Art of Time Ensembles aus Toronto entdeckt, ein Konzert bei dem das komplette Album Abbey Road der Beatles aufgeführt wurde, vierzig Jahre nach der Veröffentlichung des Album.

Dieses Jahr nun wird ein anderes Album der Beatles 50 Jahre alt – Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band.

Das Art of Time Ensemble hat vor 5 Jahren beim 45. Jahrestag des Albums eine Aufführung des kompletten Albums live gespielt. Das ganze Konzert ist im youtube Kanal des Art of Time Ensembles zu finden (nur Audio). Eine tolle Aufführung eines der besten Alben der Musikgeschichte. Es ist vor allem toll wie die vielen speziellen Soundeffekte der Beatles live umgesetzt werden.

Art of Time Ensemble – „Lovely Rita“ by Lennon/McCartney

Recorded live in concert on June 1st, 2012 – the 45th anniversary of Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band
Arranged by Jim McGrath, Carolyn – Blackwell – viola, Andrew Burashko – piano, Alastair Eng – cello, John Johnson – tenor sax, Larry Larson – trumpet, Andy Maize – vocal, John Mann – vocal, Veronique Matthieu – violin, Rachel Mercer – cello, Craig Northey – vocal, Steven Page – lead vocal, Douglas Perry – viola, Joseph Phillips – double bass, Rob Piltch – guitar, Rick Sacks – percussion, Stephen Sitarski – violin,

Als zweites Video gibt es Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise)“ & „A Day in the Life

Art of Time Ensemble – Sgt. Pepper (feat. Steven Page, John Mann, Craig Northey, & Andy Maize)

„Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise)“ & „A Day in the Life“. Performed Live: Thursday, November 28, 2013; Dominion-Chalmers United Church; Ottawa, Ontario, Canada

Playlist Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (audio)

The Beatles‘ iconic album was released 50 years ago, but still sounds as fresh and genius as ever.

Art of Time Ensemble’s world-class orchestra performs with singers from the pop world – Steven Page (formerly of the Barenaked Ladies), Craig Northey (Odds), Andy Maize (Skydiggers) and John Mann (Spirit of the West) – in this vivid reimagination of The Beatles‘ iconic album, Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band

Recorded live in concert, June 2012
Harbourfront Centre Theatre, Toronto

Art of Time Ensemble’s Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band is touring! Click here for dates http://www.aote.ca/

 

Weitere Informationen

Website Art of Time Ensemble

Led by Artistic Director Andrew Burashko, Art of Time Ensemble transforms the way you experience music. Fusing high art and popular culture in concerts that juxtapose the best of each genre, Art of Time entertains as it enlightens, revealing the universal qualities that lie at the heart of all great music.

Übersetzung: Das Art of Time Ensemble unter der Leitung des Künstlerischen Direktor Andrew Burashko verändert die Art und Weise wie sie Musik erleben. Dabei werden die hohe Kunst und populäre Kultur in Konzerten verschmolzen die das beste aus beiden Welten gegenüberstellen. Art of Time unterhält und klärt gleichzeitig auf, wobei es die universellen Qualitäten präsentiert die im Herzen jeder großen Musik liegen.

youtube Kanal Art of Time

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Mandoline mit Seitenlöchern – Bilderalbum – Ähnlichkeit mit Weymann Mandolinen aus Philadelphia

Ich habe eine neue Kamera und möchte die Instrumente die ich besitze nach und nach in Bilderalben präsentieren.

Den Anfang macht diese Mandoline ohne Herstellerangabe, ich nenne sie Mandoline mit Seitenlöchern.

Sie hat einige interessante Merkmale wie ein abgerundetes, gewölbtes Griffbrett, sehr schöne geschlossene und gravierte Mechaniken und schöne Verzierungen. Solche Mechaniken wurden bei den Mandolinen und Mandolutes der Firma Weymann in Philadelphia verwendet. Diese Information habe ich auf dem Mandolinenbuch von Graham McDonald. Auch die Einlagen im Schlagbrett und die Randeinlagen (Herringbone-Muster) erinnern mich an amerikanische Mandolinen.

Die Mandoline hat wie man  sieht an der Seite Löcher (zwei längere Schlitze und ein kleines rundes Loch dazwischen) unterhalb der Decke. Ich habe bisher nicht herausgefunden welcher Mandolinenbauer solche Seitenlöcher verwendet hat. Der Saitenhalter ist mit großer Wahrscheinlichkeit nicht original, solche Saitenhalter wurden bei deutschen Mandolinen verwendet.

Hier weitere Bilder der Mandoline. Wie immer öffnet sich das Bilderalbum wenn man ein Bild anklickt, dann kann man die Bilder in großer Ansicht sehen.

 

Weitere Informationen

Bilderalbum Weymann Mandolinen bei pinterest

Website Graham McDonald

pixlr Webapps – geniale Bildbearbeitung 

Ich benutze sehr gerne pixlr o matic – damit kann man Bilder mit tollen Effekten versehen

Hofmeisters musikalisch-literarischer Monatsbericht 1906 – Mandoline – Sarasate, Kalinnikow und Tellier

Welche Werke spielten Mandolinenspieler vor 100 Jahren? Welche Noten für Mandoline wurden damals verlegt? Die musikalisch-literarischen Monatsberichte von Hofmeister über neue Musikalien, musikalische Schriften und Abbildungen geben zumindest teilweise darüber Auskunft. In diesen Monatsberichten sind alle veröffentlichten Notenausgaben des jeweiligen Jahres nach Monaten aufgeführt. Ich habe vor einiger Zeit damit begonnen in diesen Berichten die Notenausgaben für Mandoline auszuwerten. Auf meiner Website www.mandoisland.de findet man schon verschiedene Seiten über Erschienungsjahre ab 1900.

Monatsbericht 1906 – Veröffentlichungen für Mandoline

Bei den Bearbeitungen für Mandoline im Jahr 1906 sind mir die folgenden drei Werke aufgefallen:

Kalinnikow, Bas. – Chanson triste (Noten bei IMSLP)

Tellier, A. Plainte d’Amour. Mélodie p. Mandoline et Piano arr. p. Otto Schick (Ausgabe für Violine und Klavier von Aletter bei Imslp)

Sarasate, Pablo de. Spanische Tänze f. Mandoline u. Gitarre, bearb. von Leopoldo Matini (Noten von Sarasate in der Petrucci Library)

  • No. 1. Op. 21 No. 1. Malaguena
  • No. 2. Op. 22. No. 1. Romanza andaluza
  • No. 3. Op 23. No. 1. Playera

Ich weiss nicht ob die Bearbeitungen dieser Werke für Mandoline noch in irgendwelchen Archiven zu finden sind. Es gibt aber von allen drei Werken Videos bei youtube. Die Spanischen Tänze von Sarasate gehören zu den vielgespielten Werken. Von der Romanza andaluza gibt es mehrere Videos mit Mandoline. Von den anderen beiden Stücken habe ich nur wenige Videos gefunden, diese scheinen inzwischen in Vergessenheit geraten zu sein.

Viel Spass mit diesen beliebten Stücken des Jahres 1906!

Kalinnikow, Bas. Chanson triste

Plainte d’amour. A. Tellier

Mit „tremolo“ auf dem Xylophon! Da kann man sich wirklich vorstellen wie es mit einer Mandoline klingt!

Sarasate – Malaguena

Sarasate – Romanza Andaluza

Ein Video mit Ralf Leenen dem Ensemble La Napolitaine:

ROMANZA ANDALUZA (P. de Sarasate – arrangement: Ralf Leenen)
Live performance at the festival „Mandolini a Serravalle“, Vittorio Veneto, Teatro da Ponte, 25 June 2011.
Played by Ralf Leenen (mandolin solo) & La Napolitaine:
Guy Lemière (mandolin)
Yuko Fujikura (mandolin)
Filip Lemière (mandola)
Florentina Claessen (mandoloncello)
Yvonne Azaert (guitar)
Roland Timmerman (double bass)

Playliste – Romanza andaluza – weitere Videos mit Mandoline

Sarasate – Playera

 

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