Schlagwort: Mandoline

CD

Jochen Ross – Neue CD „Tides“

Jochen Ross hat gerade seine neue CD Tides veröffentlicht.

Auf dieser CD hat Jochen Ross Stücke zusammengestellt die ihn in den letzten Jahren begleitet haben, Lieblingsstücke, Eigenkompositionen und Stücke die in Zusammenarbeit mit befreundeten Musikern entstanden sind.

Auf diesem Album sind also ganz unterschiedliche Stücke zu hören – Solowerke von Johann Sebastian Bach, Stücke die von der Musik Bachs inspiriert wurden, Stücke für Mandoline allein, oder für Mandoline zusammen mit anderen Instrumenten – auch so ausgefallene Instrumente wie Sitar, Duduk oder Hang. Schließlich auch ein Stück das beim Experimentieren mit einem besonderen Synthesizer entstanden sind.

Jochen Ross nimmt uns mit auf eine Klangreise durch Raum und Zeit. Er schreibt auf seiner Website:

Was war bisher alles angespült worden in den inneren Räumen des musikalischen Unterbewusstseins? Rock? Selbstverständlich. Popmusik? Warum nicht! Weltmusik? Klar, aber was ist das eigentlich? Jazz? Besser spät als nie. Schottische Folklore? Geht nicht ohne. Und … Metal? Nun ja, … scheint so. Johann Sebastian Bach sowieso, Arvo Pärt auch und noch viel, viel mehr – akustisch oder verstärkt, handgemacht oder elektronisch: sei’s drum.

https://jochenross.com/music.html

Ich fand es spannend die Mandoline in ganz verschiedenen Klangwelten zu entdecken. Bei den Solostücken von Johann Sebastian Bach zeigt Jochen Ross wie virtuos er sein Instrument beherrscht. Das E-Dur Präludium BWV 1006 und die Gigue BWV 1004 sind tolle Stücke auch für die Mandoline. Und die Sarabande aus der Cellosuite No. 6 BWV 1012 mit der Bassstimme von Oliver Kälberer ist einfach wunderschön.

Andere Juwelen auf dieser CD sind „With the Trust of a Child“ – ein meditatives Stück mit Sitar, Duduk und Mandoline, „Waltz for D“ mit Jens-Uwe Popp an der Gitarre und Matthias Akeo Nowak am Bass, und ganz besonders „My Beautiful Mandolin Friend“ von Nigel Gatherer, komponiert zum Andenken an die 2010 verstorbene Mandolinistin Alison Stephens. Für das letzte Stück der CD „Für Alina“ von Arvo Pärt wechselt Jochen Ross zum Klavier.

Ganz andere Klänge sind in den übrigen Stücken Spring, Lounge, Morning Rain und Rowing zu hören – dichte, elektronisch bearbeitete Klänge, Percussion, Synthesizer, prägnannte Bässe, Trompete oder Cello – und dazwischen immer wieder Jochen Ross mit seiner Mandoline.

Eine abwechslungsreiche und hörenswerte CD die die Mandoline in vielfältigen Besetzungen und Stilrichtungen präsentiert.

Ein Trailer für die CD ist bei youtube zu sehen:

Die CD ist am 1. 7. 2022 erschienen und wird bald auf den verschiedenen Streaming Platformen verfügbar sein. Weitere Informationen über den folgenden Link:

Mandoline

Stéphanie Junio – Das war mein Mandolinenstudium

Stéphanie Junio hat im September 2021 ihr Mandolinenstudium mit dem Masterabschluss abgeschlossen. In diesem Gastbeitrag blickt sie zurück auf ihr Studium.


Wie kommt man zum Mandolinenstudium?

Bereits als kleines Kind wurde mein Interesse zur Mandoline geweckt, da meine Eltern beide Mandoline spielten. Ich lernte schnell den Alltag mit Musik als Hobby kennen. Meine Eltern spielten Mandoline und Mandola, mein Bruder spielte Kontrabass und Klavier und ich ging bereits als Kind zur musikalischen Früherziehung. Im Alter von sieben Jahren habe ich mich zum Mandolinenunterricht bei Juan Carlos Muñoz im „Conservatoire de Musique d’Esch-sur-Alzette“ (Luxemburg) angemeldet. Im Laufe der Jahre wurde die Idee Mandoline zu studieren immer konkreter. Nach einem kurzen Exkurs zum Geschichtsstudium habe ich dann schließlich doch den Weg zum Musikstudium bzw. Mandolinenstudium eingeschlagen. Ich habe meinen Bachelor of Music an der Hochschule für Musik Saar in der Klasse von Juan Carlos Muñoz im Juli 2016 gemacht und meinen Master of Music an der Hochschule für Musik und Tanz, Köln in Wuppertal bei Prof. Caterina Lichtenberg im September 2021 absolviert. Zusätzlich habe ich von 2016 bis 2018 meinen Master in Musiktherapie an der SRH Hochschule Heidelberg abgeschlossen.

Voraussetzungen / Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung

Durch meine musikalische Früherziehung und anschließendes Solfège (Musiktherorie) hatte ich bereits musikalische Vorkenntnisse über das Mandolinenspiel hinaus. Bereits ein Jahr vor der Aufnahmeprüfung bereitete ich mich dann intensiver auf diese vor. Das Üben diverser Techniken des Mandolinenspiels, wie zum Beispiel die Arpeggio-Techniken und das Tremolo habe ich intensiviert und in den Fokus gesetzt. Zusätzlich dazu, habe ich mir die musiktheoretischen Begriffe in deutscher Sprache mehrfach angeschaut, da wir in Luxemburg einen großen Teil auf Französisch lernen, wie zum Beispiel die Namen der Noten und die theoretischen Grundbegriffe. Nicht zu vergessen habe ich dann noch ein bisschen Klavierunterricht genommen, da Klavier als Nebenfach galt und somit auch in der Aufnahmeprüfung getestet wurde.

Welche Fächer hat man außer dem Instrumentalunterricht?

Neben dem Instrumentalunterricht stehen theoretische Fächer wie Kontrapunkt, Harmonielehre, Gehörbildung, Formenkunde, Neue Musik, Alte Musik, Musikgeschichte, etc aber auch aktive Fächer wie Musik mit Kindergruppen, Körperarbeit, Kammermusik, Hochschulchor im Programm des Studiums.
Außerdem gibt es noch Klavier als Nebenfach und viele weitere spannende Fächer die als Wahlfachoption frei gewählt werden können.

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elektrische Mandoline

Uli Bösking – Elektrische Mandoline

Uli Bösking ist Musiker, Komponist und Lehrer in Bremen. Anfangs spielte er hauptsächlich Geige und Bratsche, dabei beschäftigte er sich auch mit der Entwicklung einer elektrischen Violine und dafür geeigneter Tonabnehmer. Seit einem Unfall 2013 spielt er nur noch elektrische viersaitige Mandolinen.

Die viersaitigen Mandolinen im Telecaster Stil lässt Uli Bösking für sich bauen. Zuletzt spielte er eine Tele-Mandoline von Holger Beutling mit Tonabnehmern von Almuse (Pete Mallison).

Im November 2021 spielte Uli Bösking ein Konzert zusammen mit dem Pianisten Roland Arndt. Auf dem Programm mit dem Titel „Viajes“ standen ausschliesslich Stücke die Uli Bösking selbst komponiert hat. Von diesem Konzert ist ein Video bei youtube verfügbar.

Uli Bösking: E-Mandola Roland Arndt: Klavier

13.11.2021 KUNST.HAFEN.WALLE
Arbeitskreis Bremer Komponisten und Komponistinnen e.V. (ABK)
„Klangräume“
Musikschule Bremen
Herzlichsten Dank an Gitarrenbauer Holger Beutling für sein Meisterinstrument!

Uli Bösking (e-Mandoline) und Roland Arndt (Klavier)

Bis 2018 spielte Uli Bösking zusammen mit dem Gitarristen Ralf Benesch (Konzertgitarre) der aber inzwischen verstorben ist.

Von dieser Besetzung gibt es ebenfalls ein Konzertvideo aus dem Jahr 2018.

TeleTele – Uli Bösking (e-Mandoline) und Ralf Benesch (Gitarre)

Uli Bösking ist einer der wenigen Mandolinisten der ausschliesslich elektrische, viersaitige Instrumente spielt. Er schreibt dazu:

„Seine Instrumente sind „Mandoteles“ von Pete Mallinson (Almuse, UK), meist gespielt über einen Fender Princeton Reverb Röhrenverstärker. Keine Effekte. Nur Federhall und Tremolo, ggf. Overdrive aus dem Verstärker.“

Uli Bösking hat Bildergalieren seiner Instrumente erstellt und mir erlaubt die Instrumente hier zu zeigen. Ich füge jeweils den Link zur Bildergalerie mit weiteren Bildern hinzu.

Uli Böskings Instrumente von Almuse / Pete Mallinson (UK)
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Instrumentenbau

Alfred Woll – Die Kunst des Mandolinenbaus

Alfred Woll gehört zu den führenden Mandolinenbauern in Deutschland. Seine Instrumente werden von den besten Mandolinenspielerinnen und Mandolinenspielern gespielt. Auf eine Mandoline von Alfred Woll muss man bis zu 7 Jahren warten.

In seinem gerade erschienenen Buch „Die Kunst des Mandolinenbaus“ – Entwicklungsgeschichte und Bau der Mandoline – hat Alfred Woll seine Kenntnisse über Mandolinen in herausragender Weise geteilt.

In fünf Kapiteln präsentiert Woll zunächst die Herkunft der Mandoline, den Mandolinenbau in Italien um 1900, die Mandoline in Deutschland, die Entstehung der Seiffert-Mandoline und seine Schritte zum eigenen Modell.

Im folgenden zweiten Teil zeigt Alfred Woll anschließend im Detail wie eine moderne Mandoline gebaut wird.

Ein Anhang gibt Alfred Woll dann noch einige wichtige Tipps für die Pflege und Instandhaltung der Mandoline.

Das Buch ist durchwegs mit hochwertigen und aussagekräftigen Fotos illustriert. Alfred Woll hat historische Instrumente, Seiffert-Mandolinen und seine eigenen Modelle toll in Szene gesetzt. Auch die Bilder aus der Werkstatt mit Werkzeugen, Materialien und Bildern vom Bau der Instrumente sind durchwegs sehr aussagekräftig.

Baupläne verschiedener Instrumente verdeutlichen die Konstruktion der Mandolinen.

Das Buch ist auch in englischer Sprache erhältlich.

Weitere Informationen

Caterina Lichtenberg unterhält sich mit Alfred Woll

Das komplette Interview ist für Mitglieder von Artistworks auf der Artistworks Website verfügbar.