Kategorie: Mandoline

Carlo Munier

Munier – Bizzaria Op. 201

Bizzarria – Capriccio di Concerto – ist ein sehr virtuoses Stück von Carlo Munier mit vielen schnellen Läufen und Doppelgriffen. Es gibt mehrere sehr schöne Aufnahmen mit Rada Geffroy (geb Krivenko), Kristina Shestakova (Domra), dem Duo Zigiotti Merlante und eine Aufnahme aus Japan mit Kazuhiko Takahashi. Ich werde weiter Aufnahmen ergänzen wenn ich solche finde.

Eine weitere Aufnahme in der Fassung für Mandoline und Gitarre findet man im Konzert mit Ayako Koshima (Duo Alster). Der folgende Link führt direkt zur richtigen Stelle:

54:47 – Carlo Munier – Bizzarria – Capriccio di Concerto


Mandoline

Stéphanie Junio – Das war mein Mandolinenstudium

Stéphanie Junio hat im September 2021 ihr Mandolinenstudium mit dem Masterabschluss abgeschlossen. In diesem Gastbeitrag blickt sie zurück auf ihr Studium.


Wie kommt man zum Mandolinenstudium?

Bereits als kleines Kind wurde mein Interesse zur Mandoline geweckt, da meine Eltern beide Mandoline spielten. Ich lernte schnell den Alltag mit Musik als Hobby kennen. Meine Eltern spielten Mandoline und Mandola, mein Bruder spielte Kontrabass und Klavier und ich ging bereits als Kind zur musikalischen Früherziehung. Im Alter von sieben Jahren habe ich mich zum Mandolinenunterricht bei Juan Carlos Muñoz im „Conservatoire de Musique d’Esch-sur-Alzette“ (Luxemburg) angemeldet. Im Laufe der Jahre wurde die Idee Mandoline zu studieren immer konkreter. Nach einem kurzen Exkurs zum Geschichtsstudium habe ich dann schließlich doch den Weg zum Musikstudium bzw. Mandolinenstudium eingeschlagen. Ich habe meinen Bachelor of Music an der Hochschule für Musik Saar in der Klasse von Juan Carlos Muñoz im Juli 2016 gemacht und meinen Master of Music an der Hochschule für Musik und Tanz, Köln in Wuppertal bei Prof. Caterina Lichtenberg im September 2021 absolviert. Zusätzlich habe ich von 2016 bis 2018 meinen Master in Musiktherapie an der SRH Hochschule Heidelberg abgeschlossen.

Voraussetzungen / Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung

Durch meine musikalische Früherziehung und anschließendes Solfège (Musiktherorie) hatte ich bereits musikalische Vorkenntnisse über das Mandolinenspiel hinaus. Bereits ein Jahr vor der Aufnahmeprüfung bereitete ich mich dann intensiver auf diese vor. Das Üben diverser Techniken des Mandolinenspiels, wie zum Beispiel die Arpeggio-Techniken und das Tremolo habe ich intensiviert und in den Fokus gesetzt. Zusätzlich dazu, habe ich mir die musiktheoretischen Begriffe in deutscher Sprache mehrfach angeschaut, da wir in Luxemburg einen großen Teil auf Französisch lernen, wie zum Beispiel die Namen der Noten und die theoretischen Grundbegriffe. Nicht zu vergessen habe ich dann noch ein bisschen Klavierunterricht genommen, da Klavier als Nebenfach galt und somit auch in der Aufnahmeprüfung getestet wurde.

Welche Fächer hat man außer dem Instrumentalunterricht?

Neben dem Instrumentalunterricht stehen theoretische Fächer wie Kontrapunkt, Harmonielehre, Gehörbildung, Formenkunde, Neue Musik, Alte Musik, Musikgeschichte, etc aber auch aktive Fächer wie Musik mit Kindergruppen, Körperarbeit, Kammermusik, Hochschulchor im Programm des Studiums.
Außerdem gibt es noch Klavier als Nebenfach und viele weitere spannende Fächer die als Wahlfachoption frei gewählt werden können.

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Festival

CMSA Convention 2021 – Videobeiträge

Bedingt durch die Corona-Pandemie fand die Convention der Classical Mandolin Society of America (CMSA) 2021 online statt. Viele Beiträge die für die CMSA Convention aufgenommen wurden sind nun auch öffentlich bei youtube verfügbar.

In diesem Beitrag stelle ich einge der Spieler und ihre Beiträge vor.

Duo Recuerda (Jeannette&Vicente Mozos del Campo) – Mandoline und Gitarre

Dúo Recuerda performing Bordell 1900 by Astor Piazzolla
Duo ReCuerda performing D. Scarlatti Sonata K1
Duo Recuerda playing George Gershwin Prelude 2

Charlotte Kaiser – Mandoline und Mandola

Heinrich Konietzny: Ochiana
Yasuo Kuwahara: Improvised Poem
Vincnt Beer-Demander: Romance d’Erbalonga

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Instrumentenbau

Alfred Woll – Die Kunst des Mandolinenbaus

Alfred Woll gehört zu den führenden Mandolinenbauern in Deutschland. Seine Instrumente werden von den besten Mandolinenspielerinnen und Mandolinenspielern gespielt. Auf eine Mandoline von Alfred Woll muss man bis zu 7 Jahren warten.

In seinem gerade erschienenen Buch „Die Kunst des Mandolinenbaus“ – Entwicklungsgeschichte und Bau der Mandoline – hat Alfred Woll seine Kenntnisse über Mandolinen in herausragender Weise geteilt.

In fünf Kapiteln präsentiert Woll zunächst die Herkunft der Mandoline, den Mandolinenbau in Italien um 1900, die Mandoline in Deutschland, die Entstehung der Seiffert-Mandoline und seine Schritte zum eigenen Modell.

Im folgenden zweiten Teil zeigt Alfred Woll anschließend im Detail wie eine moderne Mandoline gebaut wird.

Ein Anhang gibt Alfred Woll dann noch einige wichtige Tipps für die Pflege und Instandhaltung der Mandoline.

Das Buch ist durchwegs mit hochwertigen und aussagekräftigen Fotos illustriert. Alfred Woll hat historische Instrumente, Seiffert-Mandolinen und seine eigenen Modelle toll in Szene gesetzt. Auch die Bilder aus der Werkstatt mit Werkzeugen, Materialien und Bildern vom Bau der Instrumente sind durchwegs sehr aussagekräftig.

Baupläne verschiedener Instrumente verdeutlichen die Konstruktion der Mandolinen.

Das Buch ist auch in englischer Sprache erhältlich.

Weitere Informationen

Caterina Lichtenberg unterhält sich mit Alfred Woll

Das komplette Interview ist für Mitglieder von Artistworks auf der Artistworks Website verfügbar.