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Bluegrass Jamboree

Bluegrass Jamboree 2015 – „Banjos are cool“

Hier Information von Rainer Zellner der auch dieses Jahr wieder das Bluegrass Jamboree veranstaltet – ich habe einiges in diesem Newsletter durch Fettdruck hervorgehoben damit es besser auffällt:

Liebe Freunde und Freundinnen der USA Roots Music,

die Tournee mit Doyle Lawson war eines der Highlights unserer fast 30jährigen Tätigkeit. Ein wunderbarer Mensch, Musiker und Bandleader mit einem Ensemble, das in den USA seinesgleichen sucht.

Wir können nur hoffen, dass er sich vor seinem Rückzug aus dem stressigen Tourgeschäft vielleicht doch noch einmal zu einer Europa-Tournee überzeugen lässt, großen Spaß hatte er jedenfalls…

Doch erst einmal schauen wir auf die 7. Ausgabe des Bluegrass Jamboree! – Festival of Bluegrass and Americana Music, das wie gewohnt im November-Dezember in Deutschland und der Schweiz mit dem „Banjo-Bus“ unterwegs sein wird. Das Banjo ist dieses Mal in verschiedenen Facetten als roter Faden zu erleben: Der Jahrgang 2015 steht unter dem Motto: „Banjos are cool“.

Das Bluegrass Jamboree präsentiert aus dem Mutterland der Szene drei sorgfältig ausgesuchte Formationen, in denen das Banjo eine starke Rolle spielt. Alle drei Gruppen sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Den Ursprung des Banjos vermutet man in Afrika, letztlich ist es eine Art Trommel, die durch die Saiten zum Klingen gebracht wird. Im Bluegrass/Oldtime wird nur die etwas skurrile 5-saitige Variante verwendet, die Dank der nur halb so langen fünften Saite besondere Spieltechniken ermöglicht. Typisches synkopiertes 3-Finger Bluegrass Picking, perkussiv archaischer Clawhammer Style sowie ein origineller Hybrid Sound der zwischen bluesigem Slide Banjo und jazzigen Akkordschemen wildert – beim Bluegrass Jamboree 2015 schillert das Banjospiel in bunten Farb-Tönen.

Howlin‘ Brothers

Stilistisch geht es wieder quer über die Roots Music Landkarte. Die Howlin‘ Brothers kommen zwar direkt aus der Country Music Metropole Nashville, aber von der uanständigeren East Side, wo sich die Szene findet, die dem polierten Country Paroli bietet. Sie reisen locker durch die Landschaften von Blues, Oldtime, Swing und Acoustic Country.

The Railsplitters

Nicht wirklich Bluegrass Heartland ist der Staat Colorado. Dennoch gibt es dort eine starke Szene, die über die Jahre abseits der Bluegrass Polizei ihr ganz eigenes unverkrampftes „Grass“ hat wachsen lassen. The Railsplitters aus Denver schaffen den Spagat zwischen traditioneller Spielweise und modernem Weiterentwicklung, Kritiker sehen sie bereits als eine der bedeutendsten Bands eines neuen Kapitels der Bluegrass Geschichte.

Richie Stearns / Rosie Newton

Eine echte Legende aus Ithaca, New York (und doch wie immer hierzulande ein Geheimtipp) wird mit Sänger und Banjovirtuosen Richie Stearns auf der Bühne stehen. Der Gründer der legendären progressiven Kult-Band Horseflies prägte u.a. die Live-Band von Natalie Merchant. Sein Clawhammer Stil auf dem Banjo ist perkussiv, archaisch und trance-lastig und von Kennern als einzigartig beschrieben. Seine eigenen Songs sind atemberaubend intensiv. Ihm zur Seite steht Sängerin und Geigerin Rosie Newton, zur Zeit bei der hochgelobten Bluegrass/Oldtime/Pop Combo The Duhks.Wie immer werden die Musiker sich und dem Publikum den Spass gönnen und noch einmal als Abschluss auf die Bühne zurückkehren. Read more „Bluegrass Jamboree 2015 — „Banjos are cool““

Banjo

Troise and his Mandoliers / Banjoliers – Historische Aufnahmen…

Pasquale Troise (1895 – 1957) wurde 1895 in Neapel geboren. Um 1920 kam er nach London, zunächst als Mitglied der London Radio Dance Band. Schon bald gründete er sein eigenes Orchester, das Selecta Plectrum Mandoline Orchestra, das er später in Troise and his Mandoliers umbenannte.

Als dann das Banjo immer populärer wurde (weil Banjos eben lauter sind…) wurden die Mandolinen durch Banjos ersetzt und das Orchester hiess nun Troise and his Banjoliers. Das Orchester wurde von den 1930er Jahren bis 1957 von Troise geleitet und bestand dann noch bis zu den frühen 1970er Jahren unter der Leitung von Jack Mandel.

Das Orchester wirkte häufig bei einer Sendung mit dem Titel „Music while you work“ mit. Ausführliche Informationen findet man auf der Seite history of Troise and his Mandoliers auf der Website Masters of Melody. Dort kann man auch zwei komplette Sendungen von 1956 und 1964 anhören. Interessant ist dass auch so bekannte Mandolinisten wie Hugo D’Alton, Billy Bell und Terry Walsh bei Troise and his Mandoliers mitspielten.

Their personnel changed very little over the years — classical mandoline player Hugo D’Alton, Billy Bell and Terry Walsh were all there to ensure stability, with accordionist Emile Charlier or Albert Delroy and pianists such as William Davies and Sidney Davey.

Viele Aufnahmen und Filme (von British Pathe aus den 1930er Jahren) mit Troise and his Mandoliers bzw. Banjoliers findet man inzwischen bei youtube, ich habe eine umfangreiche Playliste erstellt:

Playliste „Troise and his Mandoliers“

Read more „Troise and his Mandoliers / Banjoliers — Historische Aufnahmen von Mandolinen- und Banjo-Orchestern“

Blues

Donkeyhonk Company – Country und Blues für böse Buben…

Als ich die CD Long Way Home der Donkeyhonk Company zum ersten Mal angehört habe hat sie mich gleich an die Musik von Tom Waits erinnert. Vor allem der Gesang ist Anfangs etwas überraschend und gewöhnungsbedürftig. Trotzdem will man weiter zu hören und die Stories der Songs verstehen.

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Eigene Songs mit Banjo, Mandoline, Gitarre, Dobro, Schlagzeug, Fiddle, aber auch Stroh-Geige oder sogar Trompete oder Tenor-Horn. Es wird also klanglich viel Abwechslung geboten.

Das folgende Video des Songs „no limb to shake“ vermittelt ganz gut den Stil dieser Band – ein wummernder Bass, ein rollendes Banjo, harte Chops der Mandoline, und dazu der rauhe Gesang:

Donkeyhonk Company – no limb to shake

So stellt sich die Donkeyhonk Company selbst auf ihrer Website vor:

Die Donkeyhonk Company existiert seit Oktober 2010.
Inspiriert haben uns Künstler wie Tom Waits, Townes
van Zandt, Agnostic Mountain Gospel Choir oder Seasick
Steve. Wir spielen Country und Blues für böse Buben
und Mädchen, abseits von Trucker-Romantik und
abgedroschenen Floskeln. Dreckig, authentisch und
extrem groovend.
LAMETTO Voc., Banjos, Guitar, Dobro, Uillean Pipes
HABL Voc., Mandolin, Violin, Tenor-Banjo
PEDL Bass, Tenor Horn
WIG Drums

Als zweites Beispiel der Banjo Song:

Donkey Honk Company – Banjo Song

Ich habe mir die CD inzwischen einige Male angehört, sie gefällt mir wirklich gut. Ich kann mir vorstellen dass die Band live ganz gut ankommt. Wer in Bayern wohnt und Gelegenheit hat die Band live zu erleben sollte das nicht verpassen (Termine siehe Band Website).

Weitere Aufnahmen der Donkeyhonk Company gibt es bei reverbnation: http://www.reverbnation.com/donkeyhonkcompany

Website Donkeyhonk Company: http://www.donkeyhonkcompany.de/

Kurzes Interview mit Donkeyhonk Company bei Radio Pegasus: http://www.radiopegasus.de/index.php?article_id=63


CD Long Way Home als Download (Amazon Partnerlink):

Weltmusik

Bela Fleck, Zakir Hussain & Edgar Meyer – Banjo,…

Drei Musiker haben sich zu einem tollen Trio zusammengetan und eine CDa aufgenommen:

  • Bela Fleck – Fivestring-Banjo
  • Edgar Meyer – Kontrabass
  • Zakir Hussain – Tabla

Ich habe diese Musik zuerst in einer Sendung des amerikanischen Public Radio WBUR entdeckt und war sofort von der Musik fasziniert.

Hier ein Auszug aus einem Interview mit den drei Musikern beim Sender WPUR:

Banjoist Fleck has explored connections with African music, Hussain famously played his tabla with guitarist John McLaughlin in the group Shakti and Meyer can hang with both bluegrass players and Philharmonic orchestras. Now, all three have collaborated on a new album.

Übersetzung: Bela Fleck hat Verbindungen mit afrikanischer Musik erforscht, Hussain ist berühmt dafür dass er Tabla in der Band Shakti zusammen mit dem Gitarristen John McLaughlin gespielt hat und Meyer kann genauso mit Bluegrass Spielern jammen wie in Philharmonischen Orchestern spielen. Nun haben alle drei für ein neues Album zusammengearbeitet .

Bela Fleck, Zakir Hussain & Edgar Meyer – The Melody of Rhythm – Bubbles

Als nächstes eine Live Version desselben Stückes:

ZAKIR HUSSEIN, BELA FLECK, EDGAR MEYER – Miami 10/2009

Das nächste Video beginnt mit einer längern Passage in der Zakir Hussain Indische Rhthmen vorsingt und auf der tabla nachspielt, später kommen Edgar Meyer und Bela Fleck dazu:

Bela Fleck, Edgar Meyer & Zakir Hussain

Weitere Informationen

NPR Seite über Edgar Meyer: http://www.npr.org/artists/15236980/edgar-meyer

Wikipedia (engl.) über Edgar Meyer: http://en.wikipedia.org/wiki/Edgar_Meyer

Finde weitere Videos dieses Trios bei youtube: http://www.youtube.com/results?search_query=bela+fleck+edgar+meyer+zakir+Hussain&aq=f


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