Schlagwort: Afrika

Andere Zupfinstrumente

Die Guembri (auch Gimbri, Sintir oder Hajhouj) – Ein…

Die Guembri ist ein dreisaitiges Zupfinstrument das in Marokko und Nordafrika gespielt wird. Die Spieltechnik ähnelt der Clawhammer Technik des amerikanischen Banjos. Und wie beim Banjo ist eine der drei Saiten der Guembri kürzer ist und wird ausschliesslich als Bordun-Saite verwendet wird.

Die tiefere Saite wird mit dem Daumen gezupft, die obere Saite mit dem Fingernagel von Mittelfinger oder Zeigefinger angeschlagen. Beim Zupfen kann gleichzeitig auf die Leder-Decke geschlagen werden, so dient die Guembri auch als Trommel. Schliesslich ist es auch noch möglich durch das Anbringen von Schellen oder Ringen weitere Perkussionseffekte zu erzielen.

Playliste Guembri

Am Ende der Playliste hab ich auch einige Videos mit Anleitung zum Spielen der Guembri angefügt.

Ein längeres Konzert mit Marokkanischer Musik gibt es hier.

Gnawa and Moroccan Mystical Musics at UCLA

Weitere Informationen

Wikipedia über Gimbri

Gimbri (arabisch ‏الكمبري ‎) andere Schreibweisen guinbri, guembri, gmbri, gnibra, gombri, gunbri und gunibri, Plural gnabir, gnaber, hocharabisch qunbrī, ist eine 1–1,5 Meter lange gezupfte Kastenhalslaute mit drei Saiten in den Maghreb-Ländern Marokko, Tunesien und Algerien. Sie hat einen langen runden Hals und einen rechteckigen Korpus aus einem Stück Holz, der an der Oberseite mit einer ungegerbten Tierhaut überzogen ist. Die Saiten sind normalerweise aus Schafsdarm und werden nicht mit Wirbeln, sondern mit einem Lederband am Hals befestigt.

Atlas of Plucked Instruments – Africa

Wikipedi (engl.) über Sintir

Videos mit Tag „guembri“ bei vimeo

Guembri-Musik bei archive.org

Instruments du monde

hajhouj im Musical Instruments Museum

Bilder von der Herstellung einer Guembri

Falls ihr bei tumblr registriert seid – hier gibt es auch viele Bilder:

Suche „guembri“ bei tumblr

Afrika

Kora und Violoncello – Das Duo Ballake Sissoko und…

Gerade kann man beim NPR in der Sparte „First Listen“ die neue CD „At Peace“ von Koraspielers Ballake Sissoko und seinem Partner Vincent Segal am Violoncello  anhören.

Diese CD hat mich gleich beim ersten Hören begeistert, und ich musste unbedingt weitere Musik von Ballake Sissoko und Vincent Segal anhören.

Schon vor zwei Jahren ist das Duo beim NPR im Tiny Desk Konzert aufgetreten – ein tolles Video das beide Musiker zur Geltung kommen lässt. Damals war gerade die CD Chamber Music veröffentlicht worden. Die Musik erinnert mich oft an Lautenmusik der Renaissance, es gibt lange ruhige und meditative Abschnitte wie im ersten Stück „Chamber Music“. Das Cello wird gestrichen, gezupft oder wird auch mal als Percussionsinstrument eingesetzt. Vincet Segal versteht es ausgezeichnet die musiklaischen Linien der Kora zu begleiten, zu verstärken oder zu kommentieren. Bei anderen Stücken treten mehr die afrikanischen Themen in den Vordergrund, aber auch Elemente der modernen Musik sind zu hören – am Schluss des Tiny Desk Konzertes spielt Vincent Segal eine tolle und mitreissende rhythmische Begleitung auf seinem Cello.

Hier das Video:

Ballake Sissoko And Vincent Segal: Tiny Desk Concert

Es gibt sehr viele gute Videos mit dem Duo, ich habe eine Auswahl in meiner Playliste zusammengestellt.

Playlist Ballake Sissoko And Vincent Segal

Weitere Informationen

youtube Kanal Vincent Segal: http://www.youtube.com/user/vincentsegal/videos

Wikipedia über die Kora: http://de.wikipedia.org/wiki/Kora_%28Musikinstrument%29

Website über die Kora – coraconnection.com (nur Englisch):

Cora Connection – The leading resource for the Kora and Manding Music — online since 1996

Website über die Kora von Harald Loquenz – kora-music.com (Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch):

dieses Projekt widmet sich der Musik, der Kultur und den Musikern des anspruchvollsten und höchstentwickelten afrikanischen Saiteninstrumentes

http://www.kora-music.com/

Amazon Partnerlink CD Chamber Music: Chamber Music

Aktuelle CD At Peace: At Peace

 

Allgemein

Okavango: Ein Afrikanisches Orchester – Tolles CBC Konzert in…

Beim CBC höre ich mir heute das Programm der Gruppe Okavango an – typisch afrikanische Musik mit vielen Instrumenten und mit Gesang.

In der Gruppe Okavango haben sich sieben Musiker aus verschiedenen Regionen in Afrika zusammengefunden, Musiker die normalerweise nie zusammen spielen. Das Ergebnis ist tolle Afrikanische Musik.

Die Musiker spielen auf ganz verschiedenen Instrumenten, die Kora ist dabei, das Balafon – eine Art von Xylophon, eine arabische Laute (Oud), die Guembri, ein Instrument mit 3 Saiten aus Nordafrika / Marokko, die Trommel Sabar aus Senegal, die Krar aus Aethiopien und Eritrea,  aber auch elektrische Gitarren und weitere Instrumente.

Leider habe ich keine Videos von der Gruppe Okavango gefunden, darum hier zunächst ein Video mit Nuru Kane, der über die Guembri spricht und diese vorstellt (französisch), im Anschluss ein weiteres Video mit Nuru Kane und seiner Guembri in einem Konzert in Paris.

Nuru Kane et sa guembri.

Nuru Kane world music.

Reportage web télévisé de la web tv http://www.tvidf.fr – Réalisation journaliste Eric Minsky-Kravetz.
Extraits du concert du chanteur musicien sénégalais Nuru Kane au „Centre Musical Fleury Goutte d’Or – Barbara“ à Paris dans le cadre de l’événement „Téma Barbès l’Africaine“.
Extrait du reportage web télévisé exclusif du 22 mai 2010 à Paris de la web tv francilienne tvidf.

Les musiciens qui accompagnaient Nuru Kane à ce concert : Jouad el Garouge (percussions, guembri et chant) et Thierry Fournel (guitare, oud, n’goni).

La totalité de ce reportage est diffusée sur les web tv d’Ile-de-France http://www.tvidf.fr ou d’Eure-et-Loir http://www.tv28.fr

Interessant ist auch die Krar aus Äthiopien und Eritrea, die von Daniel Nebiat gespielt wird. Dazu findet man folgendes in der Wikipedia:

Die Krar ist ein in Äthiopien und Eritrea verbreitetes Zupfinstrument mit fünf bis acht Saiten und entspricht einer Lyra. Ein mit Tierhaut bespannter Resonanzkörper aus Holz oder Metall wird von einer Brücke überragt, an der die Saiten aus Darm oder Metall befestigt sind. Männer und Frauen begleiten sich damit zu allen Arten von weltlichen Liedern. Man stellt sich das Instrument aufs Knie und zupft die pentatonisch gestimmten Saiten mit dem Zeigefinger oder einem Plektron.

Hier ein Video mit Daniel Nebiat und seiner Krar:

Daniel Nebiat

Okavango: An African Orchestra

Auf der Seite mit dem Konzert von Okavango beim CBC kann man folgendes lesen:

This is an ambitious new musical project that could happen only in one of the world’s great multicultural cities: Toronto. To create this pan-African orchestra, Batuki Music Society Artistic Director Nadine McNulty has assembled a cast of seven accomplished African-born musicians who now live in Toronto and Montreal.

……

Historically, these musical cultures have had little or no interaction. For instance, musicians in West Africa who usually play the kora, balafon or drums would not use an instrument from East Africa like the krar to create music or vice versa. Or a Malian kora would sound alien to a farmer in the Ethiopian highlands who is used to the one string fiddle called masenko. And the list goes on, all over the vast continent of Africa.

Artists

  • Okavango
  • Daniel Nebiat – vocals, krar
  • Pasipamire Gunguwo – vocals, marimba, mbira
  • Donne Roberts – vocals, guitar
  • Nuudi Kooshin – vocals, kaban
  • Waleed Abdulhamid – vocals, guembri, bass
  • Sadio Sissokho – vocals, kora, tama, talking drum, sabar
  • Walter Maclean – vocals, percussion
  • Nadine McNulty – Artistic Director

Das komplette Konzert und auch eine ganze Reihe von Bildern der Musiker findet man auf der folgenden Seite:

Okavango: An African Orchestra – Konzert beim CBC

Viel Spass mit Okavango.

Weitere Informationen

Wikipedia über Sintir / Guembri / Gimbri (engl.): http://en.wikipedia.org/wiki/Sintir

Wikipedia über die Gimbri (deutsch): http://de.wikipedia.org/wiki/Gimbri

Wikipedia über das Instrument Krar (deutsch): http://de.wikipedia.org/wiki/Krar

Playlist mit Videos von Nuru Kane und Daniel Nebiat: http://www.youtube.com/view_play_list?p=D5462DBD8AAE8A68

Afrika

Jayme Stone & Mansa Sissoko – Banjo und Kora

Der Kanadische Musiker Jayme Stone hat eine Reise nach Mali gemacht um die Ursprünge des Banjos in Afrika zu erforschen. Dort traf er den Kora Spieler Mansa Sissoko, ein anerkannter „griot“, ein Musiker und Geschichtenerzähler der dazu beiträgt, dass die traditionellen Lieder von Generation zu Generation übertragen werden.

(Konzer beim CBC nicht mehr verfügbar)

Jayme Stone / Mansa Sissoko at Nuits D’Afrique 2009

Jayme Stone & Mansa Sissoko @ Claudia Cassidy Theater 092308

Weitere Videos mit Jayme Stone und Mansa Sissoko – youtube Playliste

Weitere Informationen

Wikipedia über die Kora: http://de.wikipedia.org/wiki/Kora

Homepage über die Kora: http://www.kora-music.com/