Kategorie: Blues

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Muddy What? – Bluestrio aus München

Durch einen Beitrag der Südeutschen Zeitung habe ich das Trio Muddy What? kennengelernt. Das Trio aus München besteht aus Fabian Spang (Gesang und Gitarre), Ina Spang (Mandoline, gelegentlich auch Gitarre) und Michi Lang am Schlagzeug. Dazu kann auch mal die Blues Harp kommen, oder Bass statt Schlagzeug.

Wer gerne Blues mit Mandoline hört sollte sich unbedingt mal ein paar Videos von Muddy What? ansehen – es lohnt sich.

Fabian Spang (git, voc), Ina Spang (git, mandolin) und Michi Lang (dr) arrangieren und interpretieren Songs von bekannten Größen wie etwa Son House, Muddy Waters, Jimi Hendrix und Bob Dylan ganz eigen und raffiniert. Egal, ob Blues-Traditional, Eigenkomposition, Funksounds oder Singer/Songwriter-Ballade: Auf der Bühne entstehen bluesige Klangwelten mit kraftvoller Stimme, mächtigem Sustain, energiegeladenen Soli und gefühlvollen Harmonien.

Dancing in the Halls – Live

Bericht in der Süddeutschen Zeitung vom Pipapo Festival: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/pipapo-festival-wiegen-stoehnen-klagen-1.4685808

Mehr Schreien statt Singen ist auch die Passion von Fabian Spang von Muddy What?. Was erzählt er nur mit seiner Stimme á la Posaunen von Jericho? Will er etwa Mauern einreißen? Das will er nicht. Denn seine Interpretationen bekannter Blues- und Rock-Nummern werden genial umerzählt. Die Leadführung wird nämlich oft von einer Mandoline übernommen. Diese zirpt mal, wie es sich für dieses Instrument gehört, das an diesem Abend natürlich elektronisch verstärkt wird. Mal sind ungeheuer rasche Läufe zu hören, zart wie ein Vogeljunges oder kreischend wie eine verärgerte Krähe. Selten bleibt das Plektrum der Mandolinenspielerin auf einem Ton. 

Website: http://muddywhat.de/

Muddy What? haben 2018 ihre erste CD Gone from Mississippi aufgenommen. In diesem Jahr hatten sie schon eine ganze Reihe von Auftritten, und es gibt einige Live Videos. Für die Stücke der CD hat die Band schöne Videos selbst aufgenommen. Ich habe die besten Videos in meiner Playliste zusammengestellt.

Playliste Muddy What? – Gone from Mississippi und Live

CD Review: Bayern – Dein Blues: Muddy What? – Gone From Mississippi

Am 15. März 2018 ist nun Release Party für das Album „Gone From Mississippi“ mit 11 Bluestiteln drauf. Davon sind 7 Titel von Muddy What“ selbst bzw. von der Band arrangiert, 2 Titel stammen von den Altvätern des Blues Muddy Waters und Robert Johnson und 2 Titel von Jimi Hendrix. Eine bunte Mischung also, wenn man hier eine nahezu akustisch performende Band zu Grunde legt. Zwei Dinge fallen beim Hören sofort auf: Die tiefe, intensive und fast mystische Stimme von Fabian Spang und das positive Einwirken von der nicht alltäglichen Mandoline, wie sie von Ina Spang gespielt wird. 

Blues

Blues Training für Mandoline – Blues in A –…

Playalong Videos (auch Backing Tacks genannt) sind toll um das Improvisieren zu lernen. Besonders das Blues-Schema eignet sich gut um mit dem Improvisieren zu beginnen.

Dabei kann man sehr gut Akkorde üben und man kann lernen sich auf dem Griffbrett der Mandoline zu orientieren. Gleichzeitig kann man dabei die linke Hand trainieren und die Angst vor dem Lagenspiel und vor Lagenwechseln zu verlieren.

Aus diesem Grund habe ich in diesem Beitrag einige Ideen und Anregungen gesammelt wie man Playalong Videos zum Üben und Improvisieren verwenden kann.

Ich habe die Tonart A-Dur gewählt – ich denke das ist eine gute Tonart um mit dem Blues zu beginnen.

Akkorde

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00-d-dur-01-fs

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Spiele die Dur Akkorde A – D – E zum Backing Track; spiele erst einmal die normalen Dur-Akkorde, auch wenn A7 usw. angezeigt ist; wie du siehst kommst du mit einen „Griff“ aus;  spiele die Akkorde zunächst nur auf 3 Saiten (siehe Griffbilder); beachte: der 4. Finger greift jeweils den Grundton des Akkordes – an diesen Tönen solltest du dich orientieren;

Verwende verschiedene Anschlagsmuster / Strum Patterns (siehe Linksammlung unten); lasse dich auch vom Backing Tack inspirieren;

Hinweis: dieser Akkord sollte wie bezeichnet unbedingt mit den Fingern 1, 3 und 4 gegriffen werden! Dieses ermöglicht einen einfachen Wechsel zwischen Dur und Moll Akkorden bzw. zwischen Dur-Akkord und Dominant-7 Akkord: A-Dur 1, 3, 4 / A7: 1, 3, 2 / A-Moll: 1, 2, 4

Grundtöne – Erste Lage

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Spiele nur die Grundtöne A, D und E der Akkorde in der ersten Lage; verwende die leeren Saiten sowie die gegriffenen Töne auf dem 2. und 5. Bund; damit es nicht zu langweilig wird spiele rhythmische Figuren ähnlich wie die Strum Patterns bei den Akkorden; wechsle zwischen verschiedenen Oktaven hoch / tief;

Grundtöne – Basistöne

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Spiele nun die Töne A, D und E nur mit dem ersten Finger auf der D-Saite und A-Saite (siehe Diagram oben – 7. und 5. Bund); diese Töne bilden im nächsten Schritt jeweils die Basis für kleine Tonfolgen und Akkordzerlegungen die ausgehend von diesen Basistönen gespielt werden.

Tonfolgen

Der erste Finger muss immer – wie in der vorherigen Übung – auf den jeweiligen Grundton A, D oder E gesetzt werden. Die weiteren Töne entsprechend dem folgenden Diagram:

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Ich empfehle den Tonraum nach und nach zu  erarbeiten, die Töne 4 und 6 lassen wir erst mal weg. Spiele die erste Figur 1 – 2 – 1 bis du sicher bist mit dem Wechsel der Harmonien und dem Saitenwechsel und Lagenwechsel. Dann kannst einen weiteren Ton hinzunehmen (1 – 2 – 3 – 1 ) usw. Wenn du sicherer bist kannst du beim Rhythmus variieren.

1 – 2 – 1

1 – 2 – 3 – 1

1 – 2 – 3 – 5  /  1 – 2 – 1 – 5  /  1 – 3 – 5 – 3  / 1 – 5 – 1

1 – 3 – 5 – 7 / 1 – 3 – 5 – 6 – 7 / 1 – 3 – 5 – 6 – 7 – 6 – 5 – 3

1 – 3 – 5 – 7 – 8 / 1 – 5 – 8 – 7 / 8 – 7 – 5

So nun kann’s los gehen – hier vier ausgewählte Backing Tracks zum üben. Die Akkorde sind jeweils angezeigt, es gibt kleine Unterschiede zwischen den Backing Tracks – das sollte kein Problem sein:

Blues in A – Backing Tracks – Playalong

Weitere Informationen

Linksammlung Schlagmuster / Strum patterns

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Jimi Hocking – Blues Mandolinenspieler aus Australien

Jimi Hocking ist ein Bluesmandolinenspieler aus Australien. Die Mandoline hat er erst vor wenigen Jahren entdeckt, eigentlich ist er Gitarrist. Aber inzwischen zählt er sich zu den wenigen Bluesmandolinenspielern die eine CD mit dem Titel „Blues Mandolin“ veröffentlicht haben,  und er hofft dass er bald seine zweite Blues Mandolinen CD aufnehmen kann.

Bei youtube gibt es einige tolle Videos mit Jimi Hocking und seiner Mandoline.

Es gibt auch einige Videos wo er zusammen mit Bert Deivert spielt der ebenfalls als Bluesmandolinenspieler bekannt ist.

Viel Spass mit Jimi Hocking und seiner Blues-Mandoline!

Jimi Hocking – Blues Mandolin

Jimi Hocking performing at the GH Hotel as part of the Andrea Marr Band’s fundraiser for their trip to the International Blues Challenge in Memphis.

Weitere Informationen

Website Jimi Hocking

2007 saw Jimi release ‚Blue Mandolin‘, his first album of mandolin-based tunes. Jimi’s unique stlye of ‚blues mando‘ made an instant impact on the local scene, with Jimi performing mandolin tunes in a number of guises: solo, trio, ensemble, even as a part of his electric blues shows! See the Video page for a clip of ‚Skinny White Boy‘, a song considered by many to be Jimi’s signature tune, and visit YouTube for heaps of live bootleg videos by fans.

Mandolinen Seite von Jimi Hocking: http://www.jimihocking.com/mandolins.htm

 

Blues

Donkeyhonk Company – Country und Blues für böse Buben…

Als ich die CD Long Way Home der Donkeyhonk Company zum ersten Mal angehört habe hat sie mich gleich an die Musik von Tom Waits erinnert. Vor allem der Gesang ist Anfangs etwas überraschend und gewöhnungsbedürftig. Trotzdem will man weiter zu hören und die Stories der Songs verstehen.

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Eigene Songs mit Banjo, Mandoline, Gitarre, Dobro, Schlagzeug, Fiddle, aber auch Stroh-Geige oder sogar Trompete oder Tenor-Horn. Es wird also klanglich viel Abwechslung geboten.

Das folgende Video des Songs „no limb to shake“ vermittelt ganz gut den Stil dieser Band – ein wummernder Bass, ein rollendes Banjo, harte Chops der Mandoline, und dazu der rauhe Gesang:

Donkeyhonk Company – no limb to shake

So stellt sich die Donkeyhonk Company selbst auf ihrer Website vor:

Die Donkeyhonk Company existiert seit Oktober 2010.
Inspiriert haben uns Künstler wie Tom Waits, Townes
van Zandt, Agnostic Mountain Gospel Choir oder Seasick
Steve. Wir spielen Country und Blues für böse Buben
und Mädchen, abseits von Trucker-Romantik und
abgedroschenen Floskeln. Dreckig, authentisch und
extrem groovend.
LAMETTO Voc., Banjos, Guitar, Dobro, Uillean Pipes
HABL Voc., Mandolin, Violin, Tenor-Banjo
PEDL Bass, Tenor Horn
WIG Drums

Als zweites Beispiel der Banjo Song:

Donkey Honk Company – Banjo Song

Ich habe mir die CD inzwischen einige Male angehört, sie gefällt mir wirklich gut. Ich kann mir vorstellen dass die Band live ganz gut ankommt. Wer in Bayern wohnt und Gelegenheit hat die Band live zu erleben sollte das nicht verpassen (Termine siehe Band Website).

Weitere Aufnahmen der Donkeyhonk Company gibt es bei reverbnation: http://www.reverbnation.com/donkeyhonkcompany

Website Donkeyhonk Company: http://www.donkeyhonkcompany.de/

Kurzes Interview mit Donkeyhonk Company bei Radio Pegasus: http://www.radiopegasus.de/index.php?article_id=63


CD Long Way Home als Download (Amazon Partnerlink):