Kategorie: Banjo

Banjo

Das klassische Banjo – Joe Morley und Emile Grimshaw

Vor einiger Zeit konnte ich ein Paket alte Noten aus England kaufen. Darin enthalten waren mehrere Kompositionen von Emile Grimshaw und Joe Morley.

Bei der Suche nach Informationen zu diesen beiden Komponisten und Banjospielern bin ich auf die Webseite Classic Banjo gestossen.

Emile Grimshaw (1880 bis 1943) war ein Banjospieler und Komponist, seine Kompositionen wurden oft auch für Mandolinen bearbeitet. Er verfasste zwei Banjoschulen für das klassische Banjo. Grimshaw arbeitete als Banjolehrer und leitete das lokale BMG Orchester in Burnley.

Grimshaw machte Bekanntschaft mit Clifford Essex und war zwischen 1911 und 1933 als Herausgeber des BMG Magazines tätig. Ab den 1920er Jahren spielte Grimshaw in verschiedenen Tanzbands, insbesondere auch in seinem Emile Grimshaw Banjo Quartet . Viele Noten für Banjo findet man auf der Classical Banjo Website in der Music Library als kostenlosen Download.

Joe Morley (1867 bis 1937)  hat mehr als 250 Stücke für Banjo komponiert. Die Biografie von Joe Morley ist ebenfalls auf der Website Classical Banjo zu finden. Die Noten für viele der Stücke von Joe Morley kann man auf der oben verlinkten Seite kostenlos herunterladen.

Playliste Joe Morley

Playliste Emile Grimshaw

Weitere Informationen

Musik von Emile Grimshaw bei musicaneo

Magnolia Waltz von Joe Morley bei musicaneo

Banjo

The S. S. Stewart’s Banjo and Guitar Journal 1884…

Das Banjo war gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den USA wohl das populärste Instrument. Einer der erfolgreichsten Hersteller von Banjos war S. S. Stewart. Als Information für die Kunden gab es das  S. S. Stewart’s Banjo and Guitar Journal. Stewart schrieb auch eine Dissertation über das Banjo.

Ein Teil der Ausgaben des S. S. Stewart’s Banjo and Guitar Journal aus der Zeit von 1884 bis 1899 ist als Download im Archiv der Universität Rochester verfügbar. In den Heften findet man viele Informationen über das Banjo, interessante Abbildungen und auch Noten für Banjo, Mandoline oder Gitarre. Eine tolle Quelle für alle Banjospieler!

Playliste mit Beispielen von S. S. Stewart

Bilderalbum S. S. Stewart’s Banjo & Guitar Journal

Ich habe einige Abbildungen aus dem Journal in einem Bilderalbum zusammengestellt.

Read more „The S. S. Stewart’s Banjo and Guitar Journal 1884 — 1899 — Kostenloser Download — Mit Noten“

Banjo

Ein Banjo für 2500 $ von Icilio Consalvi –…

Heute möchte ich ein ganz besonderes Banjo vorstellen. Dieses Banjo wurde 1896 von Icilio Consalvi gebaut und dabei auch komplett mit Bildern von Menschen, Drachen und mythologischen Figuren verziert. Dabei kamen aufwändig graviertes Perlmutt, Silber und Gold zum Einsatz, alle Teile des Instruments sind verziert, das Instrument galt schon damals als eines der schönsten Instrumente das je gebaut wurde.

Im Artikel aus der Zeitschrift Music Trade Review von 1896 wird das Banjo vorgestellt:

Artikel aus Music Trade Review – 1896 – A Banjo Worth $ 2,500

Das Instrument war über viele Jahre im Familienbesitz der Nachkommen von Icilio Consalvi und wurde dann vor einigen Jahren dem Museum of Fine Arts in Boston gespendet. Auf der Website des Museums kann man das Banjo nun bewundern:

Museum of Fine Arts – Boston

Banjo von Icilio Consalvi
Banjo von Icilio Consalvi

 

Weitere Informationen

Bilder des Banjos auf der Seite des Bostoner Museums:

Worst of all, the would-be capstone of his collection recently slipped through Bollman’s grasp. An Italian immigrant craftsman named Icilio Consalvi made the banjo in question in 1896. Bollman knew about the instrument because he is an avid reader of old banjo journals–of which he has a larger collection than the Library of Congress–but had no idea if the banjo was anything special.

Then, 20 years ago, Consalvi’s son walked into Bollman’s store. “He told me what his name was and said his father had made this incredible banjo,” he says. “I said I know about the banjo, and I would love to see it.”

….

Bollman befriended Bozzio, but found out to his dismay that the banjo was held by another wing of the family. Before he could move on it last May, the banjo was donated to Boston’s Museum of Fine Arts (MFA). Bollman was crushed. “As a collector, this was my Pieta!” he says. “This particular instrument, this holy grail, slipped through my fingers.”

Quelle des Artikels in der Music Trade Review:

 

Merken

Banjo

Troise and his Mandoliers / Banjoliers – Historische Aufnahmen…

Pasquale Troise (1895 – 1957) wurde 1895 in Neapel geboren. Um 1920 kam er nach London, zunächst als Mitglied der London Radio Dance Band. Schon bald gründete er sein eigenes Orchester, das Selecta Plectrum Mandoline Orchestra, das er später in Troise and his Mandoliers umbenannte.

Als dann das Banjo immer populärer wurde (weil Banjos eben lauter sind…) wurden die Mandolinen durch Banjos ersetzt und das Orchester hiess nun Troise and his Banjoliers. Das Orchester wurde von den 1930er Jahren bis 1957 von Troise geleitet und bestand dann noch bis zu den frühen 1970er Jahren unter der Leitung von Jack Mandel.

Das Orchester wirkte häufig bei einer Sendung mit dem Titel „Music while you work“ mit. Ausführliche Informationen findet man auf der Seite history of Troise and his Mandoliers auf der Website Masters of Melody. Dort kann man auch zwei komplette Sendungen von 1956 und 1964 anhören. Interessant ist dass auch so bekannte Mandolinisten wie Hugo D’Alton, Billy Bell und Terry Walsh bei Troise and his Mandoliers mitspielten.

Their personnel changed very little over the years — classical mandoline player Hugo D’Alton, Billy Bell and Terry Walsh were all there to ensure stability, with accordionist Emile Charlier or Albert Delroy and pianists such as William Davies and Sidney Davey.

Viele Aufnahmen und Filme (von British Pathe aus den 1930er Jahren) mit Troise and his Mandoliers bzw. Banjoliers findet man inzwischen bei youtube, ich habe eine umfangreiche Playliste erstellt:

Playliste „Troise and his Mandoliers“

Read more „Troise and his Mandoliers / Banjoliers — Historische Aufnahmen von Mandolinen- und Banjo-Orchestern“