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Mandoline

Die Mandoline – Vergleich verschiedener Modelle

Mandolinen gibt es in ganz verschiedenen Bauformen, je nachdem zu welcher Zeit und in welchem Land diese gebaut wurden. In diesem Beitrag möchte ich die verschiedenen Mandolinen vorstellen die ich bereits für youtube Videos verwendet habe. Dazu gibt es ein Bilderalbum und weitere Informationen.

Bauformen der Mandoline

Im Barock gab es bereits Mandolinen die man am ehesten als Sopranformen der Laute ansehen kann. Professionelle Mandolinenspieler benutzen auch heute wieder Nachbauten der Barockmandoline wenn sie Musik des 18. Jahrhunderts spielen.

Neapolitanische Mandoline Anfang des 20. Jahrhunderts

In Italien entstanden im 18 und 19. Jahrhundert die neapolitanische Mandoline und die römische Mandoline. Diese wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Italien, Frankreich, Deutschland und vielen anderen Ländern sehr populär und die Instrumente wurden in großen Fabriken in großer Zahl hergestellt. Im frühen 20. Jahrhundert wurden vielfach auch flache Bauformen gebaut. Diese werden oft als „portugisisches Modell“ bezeichnet. Read more „Die Mandoline — Vergleich verschiedener Modelle“

Mandoline

Ayako Kojima (Mandoline) – Ballträume, Sonate von Leone, Bizzarria…

Ayako Kojima ist eine japanische Mandolinistin die für einige Zeit in Deutschland Mandoline studiert hat. Sie gehört damit zu den japanischen Mandolinistinnen und Mandolinisten die bei Besuchen von deutschen Musikern mithelfen dass alles klappt.

Das folgende Konzert hat sie in Japan gegeben, zusammen mit den beiden Gitarristen Yoshinobu Hara und Tomoaki Saikachi. Dabei hat sie einige interessante Stücke für Mandoline und Gitarre aufgeführt, unter anderem Bizzarria von Munier – ein Stück das nicht so häufig gespielt wird aber doch zu den herausragenden Stücken von Carlo Munier gehört.

Mit Tomoaki Saikachi spielt Ayako als „Duo Alster“, das Duo hat vor einiger Zeit eine eigene CD aufgenommen.

„SILVER MOUNTAIN ERÖFFNUNGSKONZERT

23. Oktober 2013 – Senzoku Gakuen College of Music

Yoshinobu Hara (Gt.)
Ayako Kojima (Mand.)
Tomoaki Saikachi (Gt.)

 

■■ Programm ■■

Im Video sind alle Ansagen enthalten. Die Links führen jeweils direkt zum jeweiligen Stück:

Playliste Ayako Kojima

In der Playliste habe ich weitere Videos mit Ayako Kojima und dem Duo Alster zusammengestellt.

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Takashi Ochi – Einer der wichtigsten Mandolinenspieler des 20.…

Takashi Ochi (jap. 越智 敬, Ochi Takashi; * 30. Oktober 1934 in Imabari; † 14. November 2010 in Heppenheim, Hessen) war einer der bedeutendsten Mandolinenspieler, Lehrer, Komponist und Herausgeber von Noten für Zupfinstrumente des 20. Jahrhunderts.

Auszüge aus dem Wikipedia-Artikel über Takashi Ochi:

Takashi Ochi wurde am 30. Oktober 1934 im japanischen Imabari geboren. Seinen ersten Mandolinenunterricht erhielt er im Alter von 13 Jahren. Nach Erlangung der Hochschulreife an der Fremdsprachen-Universität Tokyo im Jahr 1954 studierte er die Fremdsprachen Italienisch und Englisch sowie Wirtschaftswissenschaften. Gleichzeitig absolvierte er ein 8-semestriges Studium am Hiruma-Privatkonservatorium in Tokio mit den Hauptinstrumenten Mandoline und Gitarre. Nach der Konzertreifeprüfung schloss er eine dreijährige pädagogische Ausbildung zum Instrumentallehrer am gleichen Konservatorium an. Nach seinem Studienabschluss war er mehrere Jahre am Hiruma-Konservatorium als Dozent für Mandoline und Gitarre tätig. Daneben gab er solistisch und mit verschiedenen japanischen Orchestern zahlreiche Konzerte und nahm an der Produktion etlicher Rundfunk- und Fernsehaufnahmen teil.

Im Jahr 1961 kam Takashi Ochi durch Vermittlung von Siegfried Behrend nach Deutschland und wohnte lange Jahre im saarländischen Saarlouis. 

Künstlerisches Wirken

Ab 1961 war Takashi Ochi an mehreren saarländischen Musikschulen als freier Musiklehrer tätig und wirkte als Dozent in Meisterkursen des Bundes für Zupf- und Volksmusik Saar (BZVS) sowie des Bundes deutscher Zupfmusiker mit. Von 1961 bis 1974 war er Konzertmeister und Solist des Saarländischen Zupforchesters (Ltg. Siegfried Behrend) und von 1968 bis 1990 des Deutschen Zupforchesters (ebenfalls unter der Leitung von Behrend). 

Ich habe Takashi Ochi öfters getroffen. Beim Lehrgang für die Leitung von Zupforchestern und Gitarrenchören hatte ich sogar Unterricht bei Takashi Ochi an der Mandoline und Mandola. Ich habe bei einigen Konzerten des Deutschen Zupforchesters mitgespielt und Takashi Ochi als Solist im Badischen Zupforchester erlebt. Im Badischen Zupforchester spielte er unter anderem den Solopart für das Ständchen von Heinrich Konietzny.

Takashi Ochi war ein sehr freundlicher Mensch, und auch ein sehr guter Lehrer. Er hat mir sehr geholfen meine Mandolinentechnik zu verbessern. Während der 60er und 70er Jahr des zwanzigsten Jahrhunderts war er vermutlich der einflussreichste Mandolinist in Deutschland.

Ich habe die Videos mit Takashi Ochi in der Playliste unten zusammengestellt. Hier zunächst Takashi Ochi mit dem Sänger Hermann Prey.

Hermann Prey – Komm liebe Zither, KV351 – W. A. Mozart

W. A. Mozart, Komm liebe Zither, KV351

Baritone: Hermann Prey
Mandolin: Takashi Ochi

Recording: Phonogram GmbH, 1974

Illustrated with a photo of zither virtuoso, John Christian („J. C.“) Scherer III (1876-1956).

Youtube Playliste – Takashi Ochi

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Masataka Hori – Solo-Mandolinen CD „Preludio“ – Mit Werken…

Masataka Hori ist ein junger Mandolinenspieler aus Japan. Vergangenes Jahr hat er seine Solo-CD Preludio aufgenommen. Diese CD ist nur in Japan erhältlich, man kann sie aber auch direkt bei Masataka Hori bestellen, er verschickt die CD gerne auch nach Deutschland oder in die USA.

Masataka Hori spielt darauf mehrere Werke für Mandoline solo, eingerahmt werden diese Solostücke durch zwei Werke in größerer Besetzung, das Konzert für Mandoline und Streichquartett von Gaudioso und das Concert Nr. 2 für Mandoline und Klavier von Raffaele Calace.

Konzert für Mandoline und Streichquartett von Gaudioso

Die Aufnahme des Konzertes von Gaudioso hat mich gleich begeistert. Masataka Hori und das ihn begleitende Streichquartett spielen auf höchstem Niveau und absolut stilgerecht. Man merkt dass Masataka Hori einen Teil seiner Ausbildung in Europa bei Juan Carlos Muñoz gemacht hat – einem der besten Spezialisten für alte Musik für Mandoline und andere Zupfinstrumente.

Preludio No. 10 von Raffaele Calace

Die Werke von Raffaele Calace gehören zum Pflichtprogramm für Soloprogramme, insbesondere wenn man wie Masataka Hori auch schon einmal den Calace Mandolinenwettbewerb gewonnen hat. Masataka Hori spielt das Prelude Nr. 10, eines der bekanntesten Preludes. Er beherrscht die Spieltechniken von Calace perfekt, sei es das Tremolo über alle vier Saiten oder das Tremolo-Staccato. Sehr gut gefällt mir der Klang von Masatakas Mandoline, ein sehr weicher, runder Klang.

Ewige Bewegung (Perpetuo Mobile) von Yasuo Kuwahara

Im Perpetuo Mobile von Yasuo Kuwahara wechseln sich schnelle Läufe, Akkordzerlegungen, Trillerfiguren ab.

Elegie von Takashi Kubota

Die Elegie von Takashi Kubota ist ein Variationensatz ähnlich einer Chaconne. Bei diesem Stück ist das Tremolo die vorherrschende Spielart, dazu kommen aber auch viele Spieltechniken der romantischen Mandolinenmusik.

Introduktion und Rondo von Masataka Hori

Das dritte Solostück für Mandoline ist eine Komposition von Mastaka Hori, ein spannendes Stück mit großer dynamischer Breite, vom leisesten pianissimo bis zu vierstimmig tremolierten Akkorden.

Konzert Nr. 2 für Mandoline und Klavier von Raffaele Calace

Den Abschluss der CD bildet das Konzert Nr. 2 für Mandoline und Klavier von Raffaele Calace. Dieses Werk von Calace gehört mit zu den Lieblingswerken dieses Komponisten. Masataka Hori und Takahiko Hatada am Klavier haben ein brillante und überzeugende Einspielung dieses Werkes aufgenommen.

Insgesamt gefällt mir die CD Preludio von Masataka Hori ausgezeichnet. Das Programm ist sehr gut ausgesucht, die Interpretation sehr überzeugend und die Aufnahmequalität ist ebenfalls ausgezeichnet.

The Making of „Preludio“

Masataka Hori hat verschiedene Phasen der CD Produktion gefilmt und hat ein ausführliches Making of Video in seinem Kanal eingestellt. In diesem Video sieht man die Proben für das Gaudioso Konzert, Konzertsäle in denen die Aufnahmen stattgefunden haben und besonders auch seine Mandoline, eine Sonderanfertigung des japanischen Mandolinenbauers Daigoro Ochiai.

Bilderalbum Masataka Hori

Ich habe einige Screenshots aus dem Making of „Preludio“ Video gemacht:

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