Schlagwort: Komponisten

Mandolinenensemble

e-DABASHI crazys – Neue CD aus Japan – Neue…

Interessante Musik für Zupfensembles in unterschiedlichen Besetzungen wurden für ein CD-Projekt in Japan aufgenommen. Die erste CD erschien im Jahr 2016, in diesem Jahr wurde eine zweite CD aufgenommen. Das Ensemble nennt sich e-DABASHI crazys.

Ziel dieses Projektes war und ist es neue und neuartige Kompositionen für Zupfensembles zu spielen. Alle Werke sind neue Originalkompositionen der Komponistin Ando Mayuko und den Komponisten Hiroshi Miyake und Ohshi Kohjima, bei der ersten CD zudem ein Werk der Komponistin Kotsue Katsuragi. Neben den acht Zupfinstrumenten sind bei einigen Stücken auch Percussion und Keyboard zu hören.

Mitglieder des Ensembles sind

Ayako Kojima
Shogo Miyatake
Kotsue Katsuragi
Tomoaki Saikachi
Yuki Kitahara
Akira Shimizu
Angel Shimada
Chiaki Masukawa
Perkussion: Yasumasa Hashimoto
Keyboard: Ando Mayuko

Einige Stücke der beiden CDs sind als Mitschnitte von Live-Konzerten als youtube Video verfügbar.

Viel Spass mit e-DABASHI crazys!

eDABASHIcrazys Latest stage highlight

Magdalena’s Song

Hinweis vom Komponisten Hiroshi Miyake: I composed „Magdalene’s song“ for second CD. This music is for Sophia Scholl. This means „No more war“.

Reminiscence of Angel „S“

Video von den Aufnahmen der ersten CD (2016) mit Präsentation der Mitglieder des Ensembles

Playliste eDABASHIcrazys

Die Playlist beginnt ebenfalls mit dem tollen und wirkungsvollen Stück Memories of Angel „S“ von der ersten CD.

Weitere Informationen

eDABASHIcrazy Website (jap.)

eDABASHIcrazy Website (google Übersetzung ins Deutsche)

Blog von Chiaki Masukawa (google Übersetzung ins Deutsche)

Geschichte der Mandoline

Jean und Janvier Pietrapertosa – Vater und Sohn –…

Jean und Janvier Pietrapertosa gehören zu den Mandolinenspielern und Lehrern die in der Zeit um 1900 im Raum Paris die Mandoline populär gemacht haben. Beide haben Mandolinenschulen veröffentlicht, eigene Stücke komponiert und viele Hits der Zeit für Mandolinen bearbeitet.

Bisher ist über die Geschichte dieser beiden nicht viel bekannt – ja oft ist nur von einem Jean Pietrapertosa die Rede.

Vor Kurzem habe ich nun ein Dokument entdeckt das etwas Licht in die Geschichte von Jean Pietrapertosa und seinem Sohn Janvier Pietrapertosa Fils bringt. Ein „Lexikon der Zeitgenossen“ aus der Zeit kurz nach 1900 enthält Biografien von Vater und Sohn. Die Ausgabe in der bnf hat einen Stempel von 1906, die Ausgabe im Internet Archiv wird etwas später datiert – aber das ist unerheblich.

Quelle: Dictionnaire national des contemporains: contenant les notices des membres de l’Institut de France, du gouvernement et du parlement français, de l’Académie de médecine…. T. 5 / sous la dir. de C.-E. Curinier (1906)  http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k82888j.image

Das Buch ist auch bei archive.org zu finden: https://archive.org/stream/dictionnairenati05curiuoft#page/n73/mode/2up


Vater: Jean-Ferdinand-Salvator Pietrapertosa

PIETRAPERTOSA (Jean-Ferdinand-Salvator)

Musicien, né à Naples (Italie) le 10 juin 1855.

Déjà, dans sa ville natale où il accomplit ses études, M. Pietrapertosa s’était fait connaître comme mandoliniste solo, lorsqu’en 1882, il vint en France, où il acclimata bientôt son instrument, qui y était presque tombé en oubli. Il devint, peu de temps après, mandoliniste solo de l’Opéra-Comique, puis de l’Opéra.

M. Pietrapertosa a écrit plusieurs compositions pour la mandoline, dont les plus importantes sont la Nuit d’automne et la Marche du Mandoliniste. Il est l’auteur, en collaboration avec M. Alissa, de la musique de Mariage galante, opéra-comique de MM. Oswald et Boucheron, représenté à l’Olympia en 1892, et d’une Méthode de Mandoline.

On lui doit aussi l’invention d’un système perfectionné de mandoline et d’un pupitre-pédale.

Naturalisé français en 1892, M. Pietrapertosa est décoré du Medjidié et de divers autres ordres.

Übersetzung:

PIETRAPERTOSA (Jean-Ferdinand-Salvator)

Musiker, geboren in Neapel (Italien) am 10. Juni 1855. Schon in seiner Geburtsstadt wo er seine musikalischen Studien absolvierte war er als Solomandolinist bekannt. 1882 kam er nach Frankreich wo er bald danach sein Instrument sehr bekannt machte das bis dahin fast in Vergessenheit geraten war. Er wurde kurz darauf Solomandolinist der Opéra-Comique und später auch der Oper.

Herr Pietrapertosa hat zahlreiche Kompositionen für die Mandoline geschrieben, die wichtigsten davon sind „Nuit d’automne“ und „Marche du Mandoliniste“. Er ist – zusammen mit M. Missa – Komponist der Musik von „Mariage galant“, komische Oper von Oswald und Boucheron die 1892 am Olympia aufgeführt wurde und einer Mandolinenschule.

Man verdankt ihm auch die Erfindung eines „système perfectionné de mandoline“ (fortgeschrittenes Mandolinensystem) und eines „pupitre-pédale“.

Pietrapertosa wurde 1892 in Frankreich eingebürgert und geehrt mit dem Medjidié und anderen Orden. Read more „Jean und Janvier Pietrapertosa — Vater und Sohn — Mandolinenschulen und Kompositionen für Mandoline“

Mandolinenorchester

Das Tanzstück von Cesar Bresgen für Zupforchester – Drei…

Das Tanzstück wurde 1967 von Cesar Bregen für Zupforchester komponiert. Ich habe dieses Stück sehr gerne gespielt, in den 70er Jahren war dies eines der interessanten neuen Stücke für Zupforchester, und es wurde sicher von vielen Orchestern auch gerne gespielt.

Wer das Stück noch nicht kennt sollte es für sein Repertoir in Betracht ziehen.

Bei youtube habe ich Videos mit dem Mandolinenorchester Hennef Kurscheid, mit dem Orchestra Arcangelo Corelli und dem Ensemble Giocoso gefunden.

Tanzstück von Cesar Bresgen

Mandolinenorchester Hennef Kurscheid

Read more „Das Tanzstück von Cesar Bresgen für Zupforchester — Drei Aufnahmen“

Lieblingsstücke

Alfred Uhl * Spielmusik für Mandoline und Streichtrio *…

Alfred Uhl (1909 – 1992) war ein österreichischer Komponist der auch einige Werke für Zupfinstrumente komponiert hat. In diesem Beitrag möchte ich die Spielmusik für Mandoline und Streichtrio vorstellen die auch als Suite für Zupforchester (als Bearbeitung der Spielmusik von Prof. Vinzenz Hladky) veröffentlicht wurde.

Das Werk hat vier Sätze:

1 – Capriccio
2 – Südliche Landschaft
3 – Zahnräder
4 – Frohe Wanderung am Morgen

Die Originalversion der Spielmusik in der selten zu hörenden Besetzung Mandoline und Streichtrio findet man in zwei Aufnahmen. Besonders gut gefällt mir die Aufnahme mit Takaaki Shibata der in Deutschland Mandoline studiert hat.

Mandolin: Takaaki Shibata
Violin: Motoko Mito
Viola: Rieko Kohno
Violoncello: Yosuke Ozawa
3. 2014 at Barocksaal, Kyoto

Hier der vierte Satz:

Vincent Beer-Demander aus Frankreich hat die komplette Suite beim Festival Internation in Sait Dizier 2010 gespielt. Dabei wählt das Ensemble im Vergleich zu den anderen Gruppen bei allen Sätzen extrem schnelle Tempi. Mir ist das manchmal doch zu schnell, aber ich kenne die Tempobezeichnungen der Stücke nicht.

Festival International de Saint Dizier – 2010
Mandoline : V.Beer-Demander
Violon : S.Milone
Alto: N.Vandebeulque
Violoncelle : P.Tognan

Hier der erste Satz:

Die Spielmusik wurde (von Vinzenz Hladky) für Zupforchester bearbeitet. Ich habe zwei Aufnahmen von japanischen Zupforchestern gefunden die beide schon etwas älter sind. Mir gefällt diese Suite sehr gut, dieses anspruchsvolle Werk könnte durchaus öfters gespielt werden.

Die Playliste beginnt mit einem tollen Video des Bandola-Quartetts (Cuarteto de Bandolas) Perendengue aus Kolumbien. Sie spielen den 3. Satz der Suite „Zahnräder“ auf dem in Kolumbien verwendeten Bandolas die ähnlich wie die Spanische Bandurria und Laud 6 Doppelsaiten haben. Sehr interessant sieht die verwendete Bandola bajo aus – mit längeren Basssaiten (die beiden tiefsten Saiten sind einzeln) und kürzeren Diskantsaiten, dadurch sind Steg und Sattel schräg und die Bünde bei den hohen Saiten enger als bei den Tiefen. Read more „Alfred Uhl * Spielmusik für Mandoline und Streichtrio * Suite für Zupforchester“