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Barockmusik

Pizzicar Galante – Mandolinensonaten von Domenico Scarlatti – Neues…

Pizzicar Galante – das Ensemble mit der Mandolinistin Anna Schivazappa und dem Cembalospieler Fabio Antonio Falcone – plant die Aufnahme einer weiteren CD mit Werken von Domenico Scarlatti für Mandoline und Cembalo.

Anna Schivazappa hat in Alte Musik in Urbino und Mandoline in Padua studiert. Sie interessiert sich sehr für die Mandoline im 18. Jahrhundert. Sie promoviert zur Zeit an der Sorbonne in Paris in Musikwissenschaft.

Das Projekt wird in dem folgenden Video vorgestellt:

Die erste CD von Pizzicar Galante war dem Komponisten Robert Valentini gewidmet. Die komplette CD ist bei youtube im Kanal der Firma Brilliant Classics verfügbar.

Das Projekt kann bis zum 20. Oktober 2017 auf der Platform ulule unterstützt werden:

Weitere Informationen

Website Pizzicar Galante: www.pizzicargalante.com

  • Anna Schivazappa, mandolines baroques
  • Ronald Martin Alonso, viole de gambe
  • Daniel de Moraïs, théorbe
  • Fabio Antonio Falcone, clavecin
Japan

Masataka Hori – Solo-Mandolinen CD „Preludio“ – Mit Werken…

Masataka Hori ist ein junger Mandolinenspieler aus Japan. Vergangenes Jahr hat er seine Solo-CD Preludio aufgenommen. Diese CD ist nur in Japan erhältlich, man kann sie aber auch direkt bei Masataka Hori bestellen, er verschickt die CD gerne auch nach Deutschland oder in die USA.

Masataka Hori spielt darauf mehrere Werke für Mandoline solo, eingerahmt werden diese Solostücke durch zwei Werke in größerer Besetzung, das Konzert für Mandoline und Streichquartett von Gaudioso und das Concert Nr. 2 für Mandoline und Klavier von Raffaele Calace.

Konzert für Mandoline und Streichquartett von Gaudioso

Die Aufnahme des Konzertes von Gaudioso hat mich gleich begeistert. Masataka Hori und das ihn begleitende Streichquartett spielen auf höchstem Niveau und absolut stilgerecht. Man merkt dass Masataka Hori einen Teil seiner Ausbildung in Europa bei Juan Carlos Muñoz gemacht hat – einem der besten Spezialisten für alte Musik für Mandoline und andere Zupfinstrumente.

Preludio No. 10 von Raffaele Calace

Die Werke von Raffaele Calace gehören zum Pflichtprogramm für Soloprogramme, insbesondere wenn man wie Masataka Hori auch schon einmal den Calace Mandolinenwettbewerb gewonnen hat. Masataka Hori spielt das Prelude Nr. 10, eines der bekanntesten Preludes. Er beherrscht die Spieltechniken von Calace perfekt, sei es das Tremolo über alle vier Saiten oder das Tremolo-Staccato. Sehr gut gefällt mir der Klang von Masatakas Mandoline, ein sehr weicher, runder Klang.

Ewige Bewegung (Perpetuo Mobile) von Yasuo Kuwahara

Im Perpetuo Mobile von Yasuo Kuwahara wechseln sich schnelle Läufe, Akkordzerlegungen, Trillerfiguren ab.

Elegie von Takashi Kubota

Die Elegie von Takashi Kubota ist ein Variationensatz ähnlich einer Chaconne. Bei diesem Stück ist das Tremolo die vorherrschende Spielart, dazu kommen aber auch viele Spieltechniken der romantischen Mandolinenmusik.

Introduktion und Rondo von Masataka Hori

Das dritte Solostück für Mandoline ist eine Komposition von Mastaka Hori, ein spannendes Stück mit großer dynamischer Breite, vom leisesten pianissimo bis zu vierstimmig tremolierten Akkorden.

Konzert Nr. 2 für Mandoline und Klavier von Raffaele Calace

Den Abschluss der CD bildet das Konzert Nr. 2 für Mandoline und Klavier von Raffaele Calace. Dieses Werk von Calace gehört mit zu den Lieblingswerken dieses Komponisten. Masataka Hori und Takahiko Hatada am Klavier haben ein brillante und überzeugende Einspielung dieses Werkes aufgenommen.

Insgesamt gefällt mir die CD Preludio von Masataka Hori ausgezeichnet. Das Programm ist sehr gut ausgesucht, die Interpretation sehr überzeugend und die Aufnahmequalität ist ebenfalls ausgezeichnet.

The Making of „Preludio“

Masataka Hori hat verschiedene Phasen der CD Produktion gefilmt und hat ein ausführliches Making of Video in seinem Kanal eingestellt. In diesem Video sieht man die Proben für das Gaudioso Konzert, Konzertsäle in denen die Aufnahmen stattgefunden haben und besonders auch seine Mandoline, eine Sonderanfertigung des japanischen Mandolinenbauers Daigoro Ochiai.

Bilderalbum Masataka Hori

Ich habe einige Screenshots aus dem Making of „Preludio“ Video gemacht:

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Mandoline und Gitarre

Duo ReCuerda – Gioielli del barocco – Musik des…

Juwelen des Barock – Gioielli del barocco – heisst die dritte CD des Duo Recuerda. Nach der zweiten CD „Montuno“ mit Musik des 20. Jahrhunderts führt uns Gioielli de barocco ins frühe 18. Jahrhundert – eine Zeit in der es auch üblich war dass die Besetzung vieler Werke nicht ganz streng festgelegt war, in der also die eine oder andere Komposition vielleicht auch auf der Mandoline oder Laute aufgeführt wurde.

Jeannette und Vicente Mozos del Campo haben für diese CD Kompositionen der barocken Meister Domenico Scarlatti, Arcangelo Corelli und Georg Friedrich Händel ausgewählt die sich ideal für eine Aufführung mit Mandoline und Gitarre eignen. Dazu kommen die Sonate Nr. 8 von Abate Ranieri Capponi und eine Sinfonia a Mandolino von Nicolo Romaldi, in beiden Fällen ist über das Leben dieser Komponisten kaum etwas bekannt.

Besonders die Sonate von Ranieri gehört für mich zu den Highlights der CD. Nach einem klangvollen Largo als Einleitungssatz folgt ein virtuoses, fröhliches Allegro assai. Im dritten Satz zeigt Jeannette Mozos del Campo dass man auch auf der Mandoline ein tolles Legato und lang ausgehaltene Töne spielen kann. Im Schlusssatz kann die Mandoline dann wieder mit Tonrepetitionen und virtuosen Arpeggien brillieren.

Jeannete Mozos del Campos‘ Mandolinenspiel überzeugt durch den oftmals überraschend weichen, dann wieder strahlenden Mandolinenklang, virtuose Anschlagtechniken und geschmackvolle Verzierungen,  während Vicente Mozos del Campo mit seiner Gitarre präzise und abwechslungsreich begleitet, immer wieder durch den anspruchsvollen Satz interessante Akzente setzt oder mit der Mandoline in einen Dialog tritt.

Diese CD ist eine tolle Bereicherung im Bereich Barockmusik für die Besetzung Mandoline und Gitarre, eine CD die nicht schnell langweilig wird und die man immer wieder hören kann. Vielleicht kann der eine oder andere durch diese CD die Mandoline als Instrument für anspruchsvolle Musik des Barock für sich entdecken. Sie ist mit Sicherheit auch eine tolle Geschenkidee für Musikliebhaber außerhalb der Zupfmusikszene.

Programm

Domenico Scarlatti (1685-1757) – Sonata g-Moll K. 88 L. 36 (Grave/ Andante moderato/ Allegro/ Minuet)

Abbate Ranieri Capponi (?-1744) – Sonata VIII (Largo/ Allegro assai/ Affetuoso/ Allegro assai)

Arcangelo Corelli (1653-1713) – Sonata Op. 5 Nr. VII d-Moll (Preludio/ Corrente/ Sarabanda/ Giga)

Georg Friedrich Händel (1685-1759) – Suite HWV 429 (Allemande/ Courante/ Sarabende/ Gigue)  tr. Duo ReCuerda

Nicolo Romaldi (ca. 1680-1730) – Sinfonia a Mandolino d-Moll (Adagio/ Allegro/ Adagio/ Menuette)

Domenico Scarlatti (1685-1757) – Sonata d-Moll K. 1 L. 366 (Allegro) tr. Duo ReCuerda – Sonata C-Dur K. 86 L. 403 (Andante moderato) – Sonata G-Dur K. 2 L. 388 (Presto)

Playliste – Duo ReCuerda

Die Playliste enhält Sätze von Corelli, Händel und eine Sonate von D. Scarlatti.

Weitere Informationen

youtube Kanal Duo ReCuerda

Website Duo ReCuerda

Die CD ist erhältlich direkt bei primton, bei jpc,  Amazon und anderen Lieferanten

CD-Vorstellung Gioielli del Barocco bei primton mit ausführlichen Informationen, dem kompletten Inhalt des CD-Booklett und Hörproben

„Juwelen des Barock“: Das Duo ReCuerda präsentiert einen aufregenden Streifzug durch ausgewählte Barockmusik für Mandoline und Gitarre. Mal spritzig-virtuos, mal vergeistigt-konzertiert reiht sich hier Bekanntes an Repertoireraritäten und Originales an kunstvolle Arrangements.

CD Gioielli del Barocco bei Amazon (Partnerlink)

Noten (Originalbesetzung, diverse Bearbeitungen)

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Gitarre

Das Duo saitenspuren – Edith Lehner & Norbert Neunzling…

Das Gitarrenduo saitenspuren mit Edith Lehner und Norbert Neunzling hat im letzten Jahr seine erste CD mit dem Titel Gloomy Light aufgenommen.

saitenspuren
Das Duo saitenspuren – Edith Lehner und Norbert Neunzling

Seit ich diese CD bekommen habe höre ich diese immer wieder gerne. Das Programm der CD enthält Kompositionen die alle im 20. Jahrhundert entstanden sind – der älteste Komponist ist Conrad Misch, der 1934 geboren ist.

Das Programm beginnt mit einem Stück von Andrew York (* 1958) dessen Kompositionen in der Gitarrenwelt häufig gespielt werden. Sanzen-In ist ein ruhiges, fliessendes Stück, ein ständiger Dialog zwischen den beiden Gitarren.

Fünf kurze Sätze aus der Sammlung Tender Toys des japanischen Komponisten Yoshimatsu Takashi (* 1953) schliessen sich an. Mit Arioso in  Blue und Rimse (im Original für eine Gitarre, für zwei Gitarren bearbeitet von den Interpreten) setzt sich die ruhige Stimmung des vorigen Stückes fort. Aubade  und  Velvet Waltz sind zwei  etwas muntere Stücke, dazwischen sind bei Portait of Miss L noch einmal besinnliche Klänge zu hören.

Conrad Misch (* 1934 ) hat die Suite Noel Edith Lehner gewidmet – 7 Sätze – mit Ausnahmen des Rondeau alle kürzer als eine Minute.

In seiner Komposition Kamendja hat Claude Gagnon (* 1950) Folklore aus dem arabischen Raum für Gitarrenduo verarbeitet (Kamendja ist die Bezeichnung für eine Spießgeige bzw. Streichlaute). Diese drei Sätze gehören zu meinen Lieblingsstücken auf der CD – eine tolle Komposition, fantastisch interpretiert.

Roland Dyens hat einige der meistgespielten Komponisten für klassische Gitarre komponiert – zum Beispiel sein Stück  Tango en Skai. Seine Suite Comme des grands ist eine anspruchsvolle Komposition, die aber dennoch nicht allzu schwer zu spielen ist. Gloomy Light, das erste Stück dieser Komposition hat der CD auch ihren Namen gegeben.

Carlo Domeniconi (* 1947) ist unter anderem durch sein vielgespieltes Stück Koyunbaba sehr bekannt in der Gitarrenwelt. Water Music ist inspieriert von den vielen Eindrücken die Wasser erzeugen kann. Sechs Sätze erzählen vom Lied des Flusses, von Tropfen, vom Choral der Quelle, Wasserspielen, vom Fliessen und von den Reflektionen auf dem Wasser.

Zum Abschluss der CD erklingt – als Weltersteinspielung – ein weiteres Werk von Claude Gagnon – Comme Rivière (wie ein Fluss).

Insgesamt hat das Duo saitenspuren mit Gloomy Light eine tolle CD veröffentlicht, eine CD die man immer wieder anhören kann.

Einige der Stücke der CD sind bei youtube zu finden, ich habe eine kleine Playliste zusammengestellt:

Playliste saitenspuren – Gloomy Light

Die Gitarren

Für die Aufnahmen wurden zwei Gitarren von Richard Jacob ‚Weissgerber‘ gespielt. Edith Lehner spielt schon seit längerer Zeit ein Torres‘ Model von 1942/53, Norbert Neunzling hat ebenfalls ein Torres Model (gebaut 1935) ausgesucht das ideal zur Gitarre von Edith Lehner passt.

Richard Jacob gilt als einer der vielseitigsten Gitarrenbauer. Wer sich näher dafür interessiert findet viele Informationen und auch ein Buch über die Weissgerber Gitarren auf der Richard Jacob Weissgerber Website.

Weitere Informationen


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Saitenspuren – Gloomy Light

 

 

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